Pizzeria wird zu Wohnhaus. 500.000 Euro aus eigener Tasche investiert Immobilienentwickler Yuri Vlasak und schafft in ehemaligem Gasthaus sieben moderne Wohnungen und ein Mini-Apartment.

Von Michael Schwab. Erstellt am 14. August 2019 (06:14)
Michael Schwab
In der ehemaligen Pizzeria Venezia entstehen derzeit acht Wohnungen. Yuri Vlasak investiert 500.000 Euro in das Projekt „H14 Better Living“. Die Fertigstellung ist für den Herbst geplant.

Vom Gasthaus über eine Pizzeria zum Wohnbau – das Haus in der Heidenreichsteiner Straße 14 steht vor einer neuen Zukunft.

Der Immobilienentwickler Yuri Vlasak will in dem Gebäude, das früher das Gasthaus Wais-Schönbauer und zuletzt die Pizzeria Venezia beherbergte, acht Wohnungen einrichten. „H14 Better Living“ lautet der Titel des Projekts, in das Vlasak 500.000 Euro aus seiner Tasche investiert. Im Februar kaufte er das Haus, anschließend wurde das Gebäude sogleich ausgeräumt und entkernt. Anfang Juli erfolgte der Baustart, um die Räumlichkeiten für ihren neuen Verwendungszweck zu arrangieren.

Sieben Wohnungen und ein Apartment

„Ich möchte ein modernes Wohnprojekt schaffen, in dem ich meine Eindrücke, die ich von privaten und beruflichen Reisen mitgenommen habe, einfließen lasse. Beispielsweise habe ich schon italienische Designfliesen gekauft“, betont Vlasak. Die Wohnungen werden ohne Förderung errichtet, die Mietpreise sollen sich „auf marktüblichem Niveau oder eine Spur unter dem für diese Qualität üblichen Niveau bewegen.“ Vlasak streicht als Vorteil die zentrumsnahe Lage bei gleichzeitiger Nähe zur Natur hervor. Ob Lokalrunde am Abend oder mit dem Rad zur Thayarunde – beides ist nur wenige hundert Meter entfernt und passt, wie Vlasak hervorhebt, zu seinem Konzept vom „better living“ – besser wohnen.

Die Substanz des Gebäudes mit seinen bis zu 70 Zentimeter dicken Wänden sei gut, ebenso lasse sich die großzügige Raumhöhe von 2,90 Metern im Erdgeschoß gut ins Konzept integrieren.

Sieben Wohnungen mit einer Fläche von 45 bis 65 m und ein Mini-Apartment mit 22 m sollen im Haus entstehen – je vier Einheiten im Erd- und Obergeschoß. „Die Raumaufteilung wird an die modernen Gegebenheiten angepasst sein, mit einem offenen Wohn- und Essbereich und ein bis zwei abgetrennten Schlafzimmern“, führt Vlasak aus. Mit den Arbeiten hat er vorwiegend regionale Firmen beauftragt. „Mir ist es wichtig, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt“, hebt Vlasak, der in Waidhofen aufgewachsen ist und hier vor seinem Wirtschaftsstudium zur Schule ging, hervor.

Neben seiner Karriere im Marketing- und Sales-Bereich bei verschiedenen Pharmaunternehmen – zuletzt als Marketingdirektor – realisierte er nebenbei bereits einige Immobilienprojekte.