Steinmetz Wolfgang Mahringer verstorben. Wolfgang Mahringer verstarb mit 52 Jahren. Der Steinmetz organisierte in Waidhofen jährlich Symposien, erwarb dort etliche Immobilien und eröffnete zuletzt eine kleine Galerie.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 14. August 2019 (03:27)
NÖN Archiv
Wolfgang Mahringer war als Handwerker und Künstler über die Stadtgrenze hinaus bekannt.

Wolfgang Mahringer verstarb am 7. August im Alter von 52 Jahren: Er war eine bekannte Persönlichkeit in der Stadt und im Waldviertel. „Ein großer Verlust für Waidhofen“, sagt Bürgermeister Robert Altschach. „Er war ein sehr umtriebiger Unternehmer in einer Steinmetzdynastie.“

Mahringer wuchs in Waidhofen auf, hatte einen Steinmetzbetrieb in Weitra und war über die Bezirksgrenzen hinweg bekannt. Seine Söhne sind im selben Metier aktiv. „Er hat sehr viele Immobilien in der Stadt Waidhofen gekauft, auch jene Immobilien, über die sich andere nicht drübergetraut hatten. Das ist mir positiv aufgefallen“, schildert Altschach.

Noch mehr des Lobes ist er, wenn er an die Internationalen Symposien für Holzbildhauer und Steinbildhauer denkt. „Er hat sich damit stark in das Kulturleben der Stadt eingebracht, da bin ich ihm sehr dankbar.“ Die Bevölkerung sei am Anfang skeptisch gewesen: Nicht jeder wusste, was dahintersteckt.

Man habe aber dann gesehen, dass es mit jedem Jahr erneut wachse. 2018 schufen beim Steinbildhauer-Symposium 14 Steinmetze aus sechs Ländern innerhalb von zwei Wochen Kunstwerke, die dann in einer Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit gezeigt wurden.

Der jüngste Teilnehmer war erst elf Jahre jung. „Wir haben das auch finanziell unterstützt, weil es nicht alltäglich ist“, spricht der Bürgermeister Gemeinde-Subventionen an. „Wir lieben im Verein ‚4Stein‘ die Kunst“, antwortete Mahringer 2018, was sein Beweggrund für die Organisation ist.

Er wolle den Gedankenaustausch und die Kreativität zwischen den Künstlern fördern. Mahringer fungierte in seinem Steinpark als Brückenbauer, auch zwischen Tschechien und Österreich. „Wir sind mittlerweile eine richtige Familie geworden. Zum Frühstück setzten wir uns an den ‚Künstlertisch‘ zusammen “, sagte er 2017 zur NÖN. Erst im März eröffnete er eine kleine Galerie am Kirchenplatz, um Kunstwerke zeigen zu können und damit die Stadt eine leere Auslage weniger hat.

Ein kleiner Kreis verabschiedete sich am Montag von ihm.