Tag der offenen Tür bei Mrs. Sporty. Trainerin Haider erzählt, was „Mrs. Sporty“ und warum sie den Job tut.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 15. Juni 2019 (06:33)

„Nicht nur die Bewegung ist wichtig, sondern auch die Ausführung.“ Das erklärt „Mrs. Sporty“-Inhaberin Tamara Haider beim „Tag der offenen Tür“ am Wochenende. Ziel der Aktion war es, noch mehr Frauen dazu zu bewegen, etwas für ihre Fitness zu tun.

350 Frauen kommen durchschnittlich ins Studio, am Freitag und Samstag sind zehn Neue dazugekommen. Der erste Schritt ist das Beratungsgespräch, das sehr in die Tiefe geht. „Jeder Frau hat ihre eigenen Gründe, warum sie abnehmen will“, erklärt Haider. „Je genauer man nachfragt, desto genauer kann der Trainingsplan an die Frau angepasst werden.“ Dieser wird regelmäßig angepasst: Wichtig sei eben die individuelle Beratung jedes einzelnen Mitglieds.

„Wenn man Menschen beim Gehen beobachtet, sieht man oft: da Rückenschmerzen, dort ein wehes Knie.“ Das Training berücksichtigt das. „Wenn’s irgendwo hapert, dann macht der ganze Körper nicht mehr mit“, muss der Mensch ganzheitlich betrachtet werden. Was derzeit häufig auftritt: Schmerzen nach der Gartenarbeit. „Viele wissen nicht oder vergessen darauf, dass man im Training darauf eingeht.“ Der Rücken wird etwa weniger belastet.

Wie eine Durststrecke gemeistert wird

Haider gehört zu den vier Trainerinnen: Eigentlich wollte sie als Teenager Krankenschwester werden, hatte dann aber Therapeutin als Berufsziel, nachdem sie einen Sportmediziner-Vortrag gehört hatte. Die Vorgänge der Muskeln faszinierten sie – und diese Faszination lebte sie bei „Mrs. Sporty“ in Horn aus. „Die Frauen sind mir so ans Herz gewachsen, da steckt mehr dahinter als eine geschäftliche Beziehung“, gefällt ihr das familiäre Umfeld. Die 27-Jährige aus Merzenstein (Bezirk Zwettl) wollte sich verwirklichen und ist seit April Inhaberin des Studios.

Wer Schwierigkeiten hat, seinen inneren Schweinhund oder eine Durststrecke zu überwinden: Haider bleibt in jeder Phase treu. „Ich bin wirklich eine hartnäckige Person“, lächelt sie. Manchmal braucht man eben einen kleinen Schubs.