Böller auf Toilette: „War ein Blödsinn“. 29-Jähriger hat Knallkörper im öffentlichen Klo zur Explosion gebracht. Den Schaden beziffert die Stadtgemeinde auf 266 Euro.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 06. Februar 2020 (12:20)
Der Böller beschädigte offenbar den Mistkübel in der Herrentoilette und hinterließ zudem Schmauchspuren, die mühsam entfernt werden mussten.
Symbolfoto: Shutter-stock/Fotos593

Ein 29-Jähriger hat mit seinem Freund „ohne nachzudenken“ im März des Vorjahres einen Knallkörper in der öffentliche Herrentoilette der Gymnasiumstraße platziert. Die Stadtgemeinde musste daraufhin einen Schaden von 260 Euro tragen. Der Beschuldigte bekennt sich ohne zu zögern vor Richter Lukas Beran schuldig.

„Das war eigentlich eine Blödheit“, erklärt der Mann. „Ich habe nicht gedacht, dass etwas beschädigt wird.“ Er habe den Böller in der Mitte des Raumes auf dem Boden platziert und sei dann mit seinem Freund ins Kaffeehaus gegangen, dort hat ihn die Polizei auf Basis von Zeugenaussagen aufgegriffen.

Ein Vertreter der Stadtgemeinde beziffert die Schadenshöhe auf 266 Euro: Der Papierkübel sei ersetzt worden, zudem habe man Schmauchspuren auf Fliesen und Waschbecken entfernen müssen. „Das hat sich eingebrannt, es war schwierig“, schildert er. „Ich hätte nichts dagegen, die 266 Euro zu ersetzen“, zeigt sich der 29-Jährige kooperativ.

Er bittet um ein mildes Urteil oder Freispruch, während die Staatsanwaltschaft Krems auf die zum Teil einschlägigen Vorstrafen hinweist. Der Angeklagte verteidigt sich: Er wolle nicht sagen, dass das eine Lappalie gewesen sei, aber im Vergleich zu seinen früheren Taten könne man nicht sagen, dass er rückfällig geworden sei.

Der Richter verurteilt ihn zu einer zweimonatigen Haftstrafe, die ihm für eine dreijährige Probezeit nachgesehen wird. Mit einer Geldstrafe könne der Angeklagte nicht davonkommen, dazu wiegen die Vorstrafen zu schwer. Eine nahtlose Anknüpfung erkenne der Richter aber nicht, als mildernd bewertet er das Geständnis und relativ geringe Schadenshöhe. Eine nochmalige bedingte Strafe werde aber nicht mehr möglich sein, warnt Beran.