Damenhandtaschengeschäft: Corona erzwang Schließung. Bettina Miniböck musste ihr Damenhandtaschengeschäft am Hauptplatz in Waidhofen/Thaya wegen wiederholten Lockdowns schließen.

Von Michael Schwab. Erstellt am 24. Februar 2021 (04:57)
Bettina Miniböck muss wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Geschäftsleben ihr Geschäft am Waidhofner Hauptplatz schließen.
Schwab

Erst im August 2020 hatte Bettina Miniböck ihr Geschäft am Waidhofner Hauptplatz eröffnet – jetzt muss sie coronabedingt schon wieder schließen.

Die Heidenreichsteinerin hatte vor zwei Jahren damit begonnen, individuell bedruck bare Damenhandtaschen aus Filz herzustellen. Zunächst bot sie ihre Taschen in Heidenreichstein im ehemaligen Öster reicher-Geschäftslokal an, ehe sie nach Waidhofen wechselte. „Die Heidenreichsteiner Innenstadt ist leider tot, daher wollte ich nach Waidhofen“, begründet Miniböck ihre Entscheidung.

Doch die wiederholten Lockdowns im Herbst und nach Weihnachten wirkten sich verheerend auf ihr Geschäft aus, dazu kam noch das Homeschooling ihrer Kinder, das ihr derzeit nur zwei Öffnungstage pro Woche ermöglicht – wirtschaftlich würde sich das nie rechnen.

Schwab

Warten auf Umsatzersatz seit November. Von den versprochenen Corona-Hilfen der Regierung sei bisher auch noch nichts angekommen: „Ich warte seit November auf den Umsatzersatz. Wenn man bei der zuständigen Stelle anruft, erhält man jedes Mal eine andere Auskunft, einmal ist der Antrag noch in Bearbeitung, dann wieder in Auszahlung. Von der Ankündigung ‚koste es, was es wolle‘ merke ich nichts.“

Reißleine gezogen. Daher hat Miniböck sich nun schweren Herzens dazu entschlossen, die Reißleine zu ziehen und aus dem gemieteten Geschäftslokal wieder auzuziehen. Ihr Vermieter Jimmy Moser, der im Nachbargebäude die Kunst.Galerie.Waldviertel betreibt, sei ihr glücklicherweise sehr entgegen gekommen.

Aufgeben will Miniböck aber trotz dieses Rückschlags nicht: „Ich werde zu Hause in Heidenreichstein ausbauen und mir dort mein Geschäft einrichten. Die Planungen laufen, und ich möchte voraussichtlich im Herbst soweit sein.“ In der Zwischenzeit stellt sie weiter ihre Taschen her und baut auch einen Online-Shop auf.

„Derzeit ist es am besten, mich anzurufen oder per Facebook Kontakt aufzunehmen. Ich kann Fotos von den Taschen schicken und auch einen Versand oder eine Zustellung organsieren, ich bin da sehr flexibel“, sagt Miniböck.