E-Learning: „Vorbereitung fürs spätere Leben“. „Eigenständiges Lernen bereitet auf Studenten- und Berufsleben vor“, erzählt Schülerin.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. April 2020 (18:18)
Für HAK-Schülerin Julia Fröhlich läuft das E-Learning zuhause bereits wie am Schnürchen.
privat

Da sich der Alltag vergangene Woche um 180 Grad gedreht hat, tut ein wenig Normalität gut: „Deshalb versuche ich, so gut es geht, Gewohnheiten fortzuführen und meine Arbeitsaufgaben gewissenhaft vormittags zu erledigen“, erzählt Julia Fröhlich, die die HAK in Waidhofen besucht und sich in der Coronakrise zu Hause weiterbildet.

„Was das E-Learning betrifft, läuft meiner Erfahrung nach alles wie am Schnürchen, und vor allem für uns Schüler stellt dies keine Schwierigkeiten dar, da wir schon vorher mit der Lernplattform Teams vertraut gewesen sind. Auch die Lehrer haben nach der Einschulungsphase jetzt den Dreh heraus und wissen damit umzugehen“, schildert sie. Eine besondere Stütze sei die von Lehrkräften festgelegten Abgabetermine.

„So hat man nämlich ein Ziel vor Augen, und es fällt einem leichter, Aufgaben strukturiert abzuarbeiten“, sei sie auch mit Aufträgen gut eingedeckt. „Hält man sich an die vorgegebenen Fristen und erledigt alles zeitgerecht, fällt einem auch nicht die Decke auf den Kopf.“ Sie schätzt den direkten Kontakt zu Lehrern: Das ermöglicht eine Chatfunktion der Online-Plattform. Zu jeder Aufgabe wird Feedback gegeben. „Mir fällt das eigenständige Lernen nicht schwer, und meiner Meinung nach ist dies auch bereits eine gute Vorbereitung für das spätere Studenten- oder Berufsleben.“

„ Ich kann täglich für meine Familie kochen“

Ein angenehmer Nebeneffekt sei das Ausschlafen, das Lernen auf der Terrasse und das eigene Zeitmanagement. Denn: „So kann ich etwa täglich für meine Familie kochen und meinem Hobby, dem Backen, nachgehen.“ Die Kommunikation mit Freunden laufe ausschließlich über soziale Medien und Telefon – für Fröhlich akzeptabel, wenn auch kein Dauerzustand.

Sie widmet sich zudem den Übungsmaterialien, den die Musikschule Thayaland zur Verfügung stellt. Ähnlich sieht die Situation bei den Sportakrobaten des USV Dobersberg aus, die sich mit Home-Workouts in Form halten und mit Challenges eifrig untereinander messen.

„Mittlerweile habe ich mich mit der gesamten Situation angefreundet und versuche das Beste daraus zu machen. Wir sitzen alle in einem Boot und sollten unsere Gesundheit noch mehr zu schätzen wissen“, betont Fröhlich zum Schluss. -jf-