Erika Buschek verstorben. Die Druckereibesitzerin in Ruhe, Erika Buschek, ist am 25. September im Kreise ihrer Familie im 88. Lebensjahr verstorben. Lebensfreude und Kampfgeist zeichneten sie aus.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 29. September 2020 (16:19)
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Die bekannte Druckereibesitzerin in Ruhe, Erika Buschek, ist am 25. September im Kreise ihrer Familie im 88. Lebensjahr verstorben.

Erika Buschek wurde am 16. Dezember 1932 in Waldkirchen als Erika Sagaster geboren. Sie besuchte die Volksschule in Waldkirchen, und die Unterstufe in Waidhofen. Besonders stolz war sie auf den Umstand, eine weiterführende Schule, und zwar die „Ursulinen“ in Linz, besuchen zu dürfen.

„Bereits mit 19 Jahren machte sie den Führerschein in den Klassen ‚A-C-E‘, was sehr unüblich für die damalige Zeit war“, erzählt Sohn Oskar Buschek. „Sie fuhr mit ihrem Vater in die Ramsau, um Pferde zu kaufen. Natürlich saß sie damals am Steuer.“

1960 heiratete sie Oskar Buschek. Aus dieser Verbindung gingen die beiden Kinder Annelise und Oskar jun. hervor. 1965 übernahmen Oskar und Erika die Druckerei der Schwiegermutter Leopoldine Buschek. Erika Buschek war stets sehr engagiert im Papiergeschäft und in der Druckerei.

Mitte der 1970er Jahre kam dann ein großer Rückschlag: Es wurde Krebs diagnostiziert. Erika Buschek konnte mit ihrem positiven Blick in die Zukunft und ihrem Unternehmergeist die Krankheit besiegen. 1980 erfolgte dann der Zubau, in dem das Spielwarengeschäft eröffnet wurde.

Erika Buschek war begeisterte Briefmarkensammlern, ihre große Leidenschaft waren Waldviertler Sondermarken. Das Thayatal war ihr ein großes Anliegen, sie war Gründungsmitglied des Vereins „Freunde des Thayatals“.

1994 erfolgte die Geschäftsübergabe an ihren Sohn Oskar jun., sie war aber als „guter Geist“ nach wie vor sehr oft in der Firma.

Zum 70. Geburtstag erfüllte sich für sie ein lang ersehnter Wunsch: Oskar schenkte seiner Mutter Karten zum Neujahrskonzert 2003 der Wiener Philharmoniker im „Goldenen Musikverseinssaal“. 2006 verstarb ihr Ehemann Oskar. Wenig später kündigte sich ihr Krebsleiden wieder an, noch dazu war eine Hüftoperation unumgänglich.

Zuletzt erfolgte eine Routineoperation an der Hüfte, leider erholte sie sich von diesem Eingriff nicht mehr und verstarb im Krankenhaus. Das Begräbnis findet am 2. Oktober um 13 Uhr am Friedhof Waidhofen statt.