Fehlendes Angebot: Volleyballplatz und Thayabad gefordert

Erstellt am 17. August 2022 | 05:04
Lesezeit: 3 Min
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Vorsitzender Georg Schlager, Viktoria Wagner, Lisa Fidi, Jens Weber und Jessica Fidi setzen sich für ein kostenloses Thayabad und einen kostenlosen Volleyballplatz ein.
Foto: privat
Sozialistische Jugend wünscht sich kostenlose Bademöglichkeit und Beachvolleyballplatz abseits fixer Öffnungszeiten in Waidhofen/Thaya.
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Vor einigen Tagen veröffentlichte die sozialistische Jugend auf ihren SocialMedia-Kanälen eine Kampagne für ein Thayabad und einen Volleyballplatz in Waidhofen.

„Viele Gemeinden, welche das Glück haben, dass die Thaya durch ihr Stadtgebiet fließt, nutzen diese grandiose Gelegenheit und bieten ihren Bürgern kostenlose Bademöglichkeiten zum Abkühlen an heißen Tagen an – Waidhofen ist keine davon“, merkt Vorsitzender Georg Schlager an. Ein solches „Naturfreizeitzentrum“ mit Liegewiese und Kabinen, wie es von der SJ gefordert wird, würde dabei keinesfalls in Konkurrenz zum bereits vorhandenen Freibad stehen: In Drosendorf beispielsweise würden seit Jahren das Terrassenbad (ein kostenpflichtiges Schwimmbad ähnlich dem Freizeitzentrum), das Strand-/Kneippbad (ein kostenpflichtiges Thayabad) und ein kostenloser Einstieg in die Thaya inklusive Liegewiese und Kabinen quasi nebeneinander existieren.

Spontane Zusammenkünfte unter Jugendlichen

Ein kostenloses Thayabad müsste weder an irgendwelche Öffnungszeiten noch Eintrittspreise gebunden sein und könnte so spontane Zusammenkünfte unter Jugendlichen und allen anderen ermöglichen - auch, wenn es schon nach 19 Uhr ist, zeigt die SJ in einer Aussendung mögliche Vorteile auf. Die Errichtungskosten für ein solches Bad hielten sich zudem in einem überschaubaren Rahmen, da es quasi nicht mehr als eine gemähte Wiese, einige Kabinen aus Holz und eine Abflachung zum Thayaufer hin brauche. „Man könnte dieses Thayabad gut skalieren, denn jede Ausbaustufe von der einfachen Stiege in die Thaya bis hin zur großen Freizeitanlage mit Bootsverleih ist grundsätzlich denkbar und ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Schlager.

Weiters ortet die Jugendorganisation Aufholbedarf beim Thema Sportplätze: In Waidhofen gibt es keinen frei zugänglichen Beachvolleyballplatz. „Grundsätzlich existiert zwar einer im Freizeitzentrum, trotzdem ist es alles andere als optimal, wenn ein Volleyballplatz, gerade im Sommer, ab 19 Uhr nicht mehr verwendet werden kann, weil er an die Öffnungszeiten des Freibads gebunden ist. Weiters müssen aktuell zusätzlich die vollen Eintrittspreise entrichtet werden und das auch, wenn man nicht schwimmen gehen möchte“, zeigt Schlager auf.

Sportliche Betätigung

Konkret fordert die Jugendorganisation die Errichtung eines Beachvolleyballplatzes, der sich weder nach den Öffnungszeiten noch den Eintrittspreisen eines Freibads orientiert. Denn: „Volleyball ist ein absoluter Trendsport. Bietet man als Gemeinde eine öffentliche Beachvolleyballanlage an, so fördert man die sportliche Betätigung der Bevölkerung und ebnet eventuell sogar den Weg für zukünftige Profisportler.“

Bürgermeister für Beachvolleyballplatz offen

Einen kostenlos und auch außerhalb der Freizeitzentrums-Öffnungszeiten zugänglichen Beachvolleyballplatz kann sich Bürgermeister Josef Ramharter (ÖVP) durchaus vorstellen. „Da bin ich offen, man muss sich anschauen, ob man den bestehenden Beachvolleyballplatz im Freizeitzentrum kostenlos und auch außerhalb der Öffnungszeiten zugänglich machen kann“, sagt Ramharter. Ein kostenloses Thayabad sieht der Stadtchef aber differenzierter: „Wir haben ein sehr schönes Freizeitzentrum mit wirklich moderaten Eintrittspreisen, es gibt auch gute Bademöglichkeiten in der Thaya in der näheren Umgebung, da sehe ich die Notwendigkeit nicht wirklich. Vor allem nicht unter dem Risiko, das Freibad dadurch möglicherweise zu kannibalisieren. Wenn, dann müsste es mit minimalem Aufwand umsetzbar sein, aber ich sehe das eben kritisch“, meint Ramharter.

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