Heinz Allram: Unermüdlich bis zuletzt. Heinz Allram (79) aus dem Bezirk Waidhofen/Thaya verstarb in der Vorwoche. Der Putzerei-Seniorchef war bis zum Schluss im Geschäft aktiv. Er war ein Familienmensch und leidenschaftlicher Tennisspieler.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 03. März 2021 (04:48)
Heinz Allram mit seiner Frau Herta.
privat

Heinz Allram ist in der Vorwoche (27. Februar) mit 79 Jahren verstorben: Er hat mit seiner Frau die Putzerei Allram in Waidhofen aufgebaut, bis zuletzt war er im Geschäft aktiv.

Der Anfang vor 56 Jahren war allerdings für das junge Paar beschwerlich: Das Unternehmen kam nach der Gründung im Jahr 1965 nicht in die Gänge und hatte kaum Einnahmen, erst ein Unglück – das glücklich ausging – brachte die Wende.

Heinz Allram war mit seiner Frau und drei seiner Kinder in seinem Bus unterwegs und hatte im Winter beim Kainzteich einen Unfall. „Die Kinder sind im Schnee gelegen, die Rettung ist gekommen, aber Gott sei dank waren die Kinder unversehrt“, schildert Tochter Daniela. Ihr Vater hat ihr erst kürzlich wieder das Erlebnis erzählt (sie selbst war nicht dabei), das so glimpflich ausgegangen ist. Nicht nur das: Die NÖN hat über den Unfall berichtet – und ab diesem Zeitpunkt haben die Menschen die Putzerei regelrecht gestürmt. Das sei der Wendepunkt gewesen, wie Heinz Allram gern erzählt hat.

Dem Geschäft und der Familie sehr verbunden

Seinem Geschäft blieb er stets verbunden: Er hat bis zuletzt mit Leidenschaft Teppiche selbst gereinigt und die Maschinen repariert. Seine Zeit investierte Heinz Allram für den Betrieb – und für die Familie.

„Er war familiär und arbeitstüchtig bis zum Schluss. Er war immer für seine Kinder und Enkelkinder da und man hat niemals ein böses Wort in meiner Zeit von ihm gehört“, beschreibt Daniela Allram, die das Geschäft am Waidhofner Hauptplatz leitet und als einziges Kind im Haus geblieben ist.

Der 79-Jährige hinterlässt seine Frau und vier Kinder, auf die er sehr stolz gewesen sei, wie zu hören ist. Zehn Enkelkinder und drei Urenkeln gehören zur großen Familie. Eine Enkeltochter hat er in seinem Haus aufgenommen, als sie drei Jahre alt war: Sie ist praktisch sein fünftes Kind.

Der Putzerei-Seniorchef war zudem ein begeisterter Tennisspieler: Seine Tochter Daniela ließ sich davon anstecken, sie war bei Turnieren im Waldviertel und Niederösterreich unter den Besten.

Wer Heinz Allram kennengelernt hat, vergisst ihn nicht: „Man hat sich Papa immer gemerkt, und man hat sofort gewusst, wer er ist“, beschreibt Daniela Allram. „Er hinterlässt eine große Lücke. Wir werden ihn nie vergessen, er wird immer in unserem Herzen sein. Und wir hoffen auf ein Wiedersehen.“

Das Begräbnis findet im kleinen Kreis statt.