Irrtum: Konkursantrag gegen Therapiezentrum Nordstern. Angebliche Verwechslung eines Zahlungstermins für Krankenkassenbeiträge löste laut Geschäftsführer Konkursverfahren gegen Verein Therapie Nordstern aus. Rekurs eingelegt.

Von Michael Schwab. Erstellt am 28. April 2021 (05:43)
Therapiezentrum „Nordstern“
Michael Schwab

Ein Konkursantrag wurde gegen den Verein „Therapie Nordstern“, den Betreiber des geplanten Therapiezentrums Nordstern im ehemaligen Golfhotel, beim Landesgericht St. Pölten gestellt.

Laut Geschäftsführer Josef Pergrin handelt es sich dabei jedoch um ein Versehen des zuständigen Richters, der einen Termin für die Zahlung einer Rate von Krankenkassenbeiträgen verwechselt haben soll: „Der Richter war der Annahme, dass die Zahlungsfrist der 15. April war, in Wahrheit ist es aber der 30. April. Als er den Fehler bemerkte, hatte er aber das Konkursverfahren bereits eröffnet“, sagt Pergrin.

Rekurs wird rund sechs Wochen dauern. Das Problem sei nun, dass man das Verfahren nicht einfach einstellen bzw. den Konkursantrag zurücknehmen könne. „Wir mussten daher Rekurs einlegen. Das wird jetzt etwa sechs Wochen dauern, bis die Angelegenheit bereinigt ist“, erklärt Pergrin.

Die Auswirkung des Konkursverfahrens auf den Betrieb ist, dass Zahlungen in diesem Zeitraum über den Masseverwalter Hans Pucher aus St. Pölten laufen müssen. Die NÖN bat Pucher um eine Bestätigung des von Pergrin geschilderten Sachverhalts. Pucher lehnte jedoch jegliche Auskünfte mit Verweis auf die Nicht-Öffentlichkeit des Konkurses ab. Pergrin hofft, dass mit der geplanten Lockerung der Corona-Maßnahmen am 19. Mai auch endlich die abschließenden Verhandlungen mit den Leistungsträgern (Krankenkasse, AMS, Justiz) für das Therapiezentrum in Schwung kommen, sodass eine Eröffnung bald Realität werden könnte. Denn durch den Lockdown und die dadurch stockenden Verhandlungen fiel mittlerweile ein sechsstelliger Betrag an Kosten an.