Klinikum: Labor-Service wird evaluiert. Niedergelassene Ärzte schicken ihre labormedizinischen Proben ins Spital: Dieses Zusatzangebot des Klinikums wird geprüft.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 17. Juni 2020 (03:40)
Landesklinikum Waidhofen: Eine Schließungsdiskussion wird nicht geführt, betont Friedrich König.
NÖN Archiv

Wird das Angebot im Landesklinikum ein weiteres Mal geschmälert? Das zumindest ist eine Befürchtung, die an die NÖN herangetragen wird. Bestimmte Leistungen im Labor könnten ausgelagert werden, zum Beispiel nach Horn, ist von einer gut informierten Quelle zu hören. Die Sorge ist groß, dass damit eine Spirale in Gang gesetzt wird, die möglicherweise die Auslastung des Spitals erst recht gefährde. Die NÖN fragte im Landesklinikum nach.

Der ärztliche Standortleiter Friedrich König erklärt vorweg, dass das Landesklinikum Waidhofen zusätzlich zum eigenen stationären Versorgungsauftrag den umliegenden niedergelassenen Ärzten die Möglichkeit biete, labormedizinische Proben untersuchen und befunden zu lassen. „Es ist richtig, dass dieses Zusatzangebot derzeit intern evaluiert wird, da es vom eigentlichen Versorgungsauftrag für unsere Patienten nicht umfasst ist“, bestätigt er.

Das bedeute einen zusätzlichen Zeitaufwand für das Personal und mehr Kosten als Einnahmen für einen Bereich, der außerhalb des Landesklinikums liege. „Eine Entscheidung ist diesbezüglich noch nicht gefallen“, betont König und fügt eines hinzu: Die interne Überlegung zur organisatorischen Ablauf- oder Prozessadaptierung dürfe nicht als – nicht geführte – Schließungsdiskussion interpretiert werden.