Klinikum mit zu wenig Personal?. Dass Mitarbeiter abgezogen werden, dementiert die Landesgesundheitsagentur.

Von Michael Schwab und Karin Widhalm. Erstellt am 09. September 2021 (05:08)
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„Wir nutzen die gegenseitigen Ressourcen, damit wir die Leistungen für die Patienten bestmöglich erbringen können“, sagt Landesagentursprecher Thomas Schmallegger.
Robert Herbst

Sorgen um die Gesundheitsversorgung in Waidhofen macht sich eine Bürgerin, welche die NÖN Redaktion kontaktierte. Angeblich soll im Landesklinikum Waidhofen Personal an andere Standorte, vornehmlich nach Zwettl, abgezogen werden. Die verbleibenden Mitarbeiter stünden daher zunehmend unter Druck. Dazu käme noch, dass in absehbarer Zeit einige Pensionierungen anstehen würden. Auch die Besetzung des Waidhofner Notarzteinsatzwagens sei ein Problem – wie NÖN-Recherchen ergaben, gibt es immer wieder Tage, wo das Fahrzeug mangels Notarzt nicht besetzt werden kann.

Dass Personal von Waidhofen nach Zwettl abgezogen wird, ist für Thomas Schmallegger von der Landesgesundheitsagentur nichts anderes als ein Gerücht. „Im Moment ist niemand von Waidhofen in Zwettl tätig, im Gegenteil: Wir haben Ärzte aus Zwettl, die in Waidhofen operieren“, erklärt er. „Wir nutzen die gegenseitigen Ressourcen, damit wir die Leistungen für die Patienten bestmöglich erbringen können.“

Ein großes Thema sei durchaus die Pflegesituation. „Aber wir reagieren damit, dass wir die Ausbildungsplätze erhöhen.“ Das Landesklinikum Waidhofen werde demnächst neue Mitarbeiter von den Schulen aufnehmen.

Notarzt: Einzelne Dienste nicht besetzt

Was die Notarzt-Situation betrifft: „Wir haben aktuell das Problem, dass in der ersten September-Woche einzelne Dienste nicht besetzt werden können, weil uns wegen Krankenständen ein paar Ärzte ausfallen“, räumt Schmallegger ein. „Sonst ist es eigentlich so, dass wir mit dem Roten Kreuz durchgehend alle Notarzt-Dienst besetzt haben. Der restliche September ist voll und wir kommen auch im Oktober gut durch.“

Dem Notruf NÖ obliegt die Koordination: Die Organisation zieht andere fünf Stützpunkte in der Region ein, falls der Fall eintreten sollte, dass der Bezirk selbst zu wenig Personal zu Verfügung haben sollte. „Und wir haben die Möglichkeit, auf den Notarzt-Hubschrauber zurückzugreifen“, so Schmallegger.