Offener Bücherschrank ist gerettet. Die offen zugängliche Einrichtung in einer Telefonzelle in Waidhofen/Thaya stand kurz vor dem Aus, aber zehn Freiwillige fanden sich für die Weiterbetreuung. Ein paar Erneuerungen stehen nun an.

Von Nadja Gegenbauer. Erstellt am 18. Mai 2021 (12:08)

Im Herbst 2019 wurde das Projekt „Offener Bücherschrank“ von der Kulturplattform Waidhofen ins Leben gerufen. Er befindet sich in einer alten Telefonzelle zwischen der Post und dem „Bleiner“ Turm.

Die Idee dafür wurde 2019 bei den Literaturtagen und dem „Fest der Wörter“ geboren. Textilkünstlerin Gerda Kohlmayr hatte den Gedanken, einen Bücherschrank für alle aufzubauen. Jeder, der gute und schöne Druckwerke zu Hause hat, aber sie nicht mehr braucht, kann diese in den Bücherschrank legen, damit sie andere interessierte Personen lesen können.

Genauso wie jeder ein Buch hinbringen kann, darf sich auch jeder kostenlos ein Buch holen. Die Bücher reichen von Kinderbüchern bis hin zur Erwachsenenliteratur. Allerdings ist der offene Bücherschrank kein Müllplatz für alte und kaputte Werke. Vor allem am Anfang wurde der offene Bücherschrank sehr gut angenommen. Da aber nach einiger Zeit die beiden Initiatoren Gerda Kohlmayr und der Kulturplattform-Obmann Christoph Mayer nicht mehr ausreichend Zeit hatten, sich um das Projekt ausreichend zu kümmern, ist er fast in Vergessenheit geraten.

Die Lektüre soll in Zukunft sortiert sein

Der offene Bücherschrank stand schon kurz vor dem Ende, allerdings meldeten sich circa zehn Freiwillige, welche die Einrichtung in Zukunft betreuen werden.

Somit wird er nun gerade erneuert und attraktiver gestaltet. So wurde bereits eine neue Glastür und eine Folierung angeschafft, damit die Telefonzelle wetterfest und durch die Folierung auch gut erkennbar ist. Außerdem soll die Lektüre in Zukunft sortiert sein, damit sich jeder zurechtfinden kann.

Der Projektträger, die Kulturplattform Waidhofen, wird dabei tatkräftig von der Stadtgemeinde und der Stadtbücherei mit Büchereileiterin Irmgard Trimmel unterstützt. Die größte Hilfe sind jedoch die freiwilligen Helfer, da es ohne sie den Bücherschrank schon gar nicht mehr geben würde.