Plan: Kreisverkehr statt Ampelkreuzung

Erstellt am 17. August 2022 | 04:08
Lesezeit: 3 Min
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Ein Kreisverkehr mit fünf Armen könnte die Krezung an der B36 ersetzen. Eine 200 Meter lange Straße würde ihn mit dem Mitterweg und der Thayaparkstraße verbinden. Der Straßenverlauf könnte in etwa so wie die rot eingezeichnete Linie erfolgen.
Foto: Michael Schwab
Fünfarmiger Kreisverkehr würde Ampel ersetzen. Zufahrt zum EKZ würde über Straße hinter Firma Schandl erfolgen.
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Ein erster grober Plan, wie die zweite Stadteinfahrt von der B36 über den Mitterweg zum Lagerhausareal und zum Einkaufszentrum Thayapark aussehen könnte, liegt nun vor.

Das interessanteste Detail gleich vorweg: Um eine vernünftige Anbindung der Bundesstraße B36 realisieren zu können, wird die derzeit bestehende Ampelkreuzung der B36 mit der Heidenreichsteiner Straße einem Kreisverkehr weichen müssen. Dieser Kreisverkehr würde fünf Arme aufweisen: einen auf die B36 Richtung Waldrapp-Kreisverkehr, in die Heidenreichsteiner Straße Richtung Dimling, einen auf die B36 Richtung Vitis, einen Richtung Mitterweg und einen in die Heidenreichsteiner Straße stadteinwärts. Die Zufahrt zur bereits existierenden Thayaparkstraße, die das Betriebsgebiet Nord-West und in weiterer Folge auch das Lagerhausareal und den Erweiterungsteil des Einkaufszentrums Thayapark erschließt, würde über eine erst zu errichtende, 200 Meter lange Straße hinter dem Areal der Firma Schandl und den Mitterweg erfolgen.

Land NÖ muss Umgestaltung zustimmen

Bis es soweit ist und die ersten Baumaschinen vorfahren können, sind jedoch noch eine Menge an Vorarbeiten zu erledigen. „Für einen Kreisverkehr brauchen wir zusätzliche Grundstücksflächen. Da sind mit den jeweiligen Eigentümern entsprechende Verhandlungen durchzuführen. Erst wenn wir wissen, welche Grundflächen wir zur Verfügung haben, können wir eine etwas konkretere Planung aufstellen und auf Basis dieser Grobplanung dann in Verhandlungen mit dem Land NÖ treten, denn da hier eine Landesstraße involviert ist, brauchen wir die Unterstützung und die Zustimmung des Landes, um das Vorhaben umsetzen zu können“, skizziert Bürgermeister Josef Ramharter (ÖVP) den weiteren Ablauf.

Eine weitere zu klärende Detailfrage wird die Führung des parallel zur 200 Meter langen Anbindungsstraße verlaufenden Rad- und Fußwegs im Bereich des Kreisverkehrs sein. „Da müssen wir auf die Expertise von Verkehrssachverständigen setzen, um eine für Radfahrer und motorisierte Verkehrsteilnehmer geeignete Lösung zu finden. Grundsätzlich sind wir da für alles offen, von Radfahrerüberfahrten bis zu Unterführungen, wobei eine Unterführung wie bei der Bittner-Kreuzung sicherheitstechnisch das Non-Plus-Ultra wäre“, merkt Ramharter an.

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Die Thayaparkstraße als wesentlicher Teil der zweiten Stadteinfahrt ist schon fertig.
Foto: Michael Schwab

Der Mitterweg selbst soll auf dem Abschnitt, der für die Verbindung mit der Thayaparkstraße erforderlich ist, entsprechend hergerichtet werden. Der Rest des Mittwegs soll so bleiben, wie er ist. „Uns geht es darum, dass die offizielle Zufahrt bevorzugt genutzt wird, und nicht die Leute über die bereits bestehende Abzweigung von der B36 in den Mitterweg einfahren bzw. dort auf die B36 einbiegen. Weil diese Kreuzung problematisch ist, brauchen wir ja eine andere Zufahrtslösung“, stellt Ramharter klar.

Realistischerweise wird man das kommende Jahr für die Abwicklung der Planung und Grundstücksverhandlungen brauchen, frühestens 2024 könnte gebaut werden. Derzeit reicht die vorhandene Verkehrsanbindung ohnehin aus.

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