Poly-Erneuerung: „Sind im Zeitplan“. Schulobmann Schiefer und Direktor Jauk erläutern den Baufortschritt und freuen sich schon jetzt über den Erneuerungsschub.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 12. Februar 2020 (03:20)
Dieter Schiefer und Franz Jauk bei einem Rundgang auf der PTS-Baustelle. Sie sehen die Investition als eine wichtige Aufwertung, um der Nachfrage nach Fachkräften nachkommen zu können.
Karin Widhalm

Elektriker und Installateure huschen gerade durch das oberste Stockwerk in der Polytechnischen Schule (PTS), Zwischenwände werden aufgezogen. „Wir sind im Zeitplan“, ist Schulobmann Diether Schiefer zufrieden. Ziel ist es, dass diese Etage noch vor den Sommerferien bezugsfertig ist. Viereinhalb Millionen Euro kostet die Renovierung.

Die Schüler wandern dann vom unteren in den erneuerten (großteils erweiterten) Stock, damit im nächsten Schritt die so frei gewordene Fläche umgebaut werden kann. Die Semesterferien waren für die lautstarken Tätigkeiten da, damit die Geräuschkulisse den Unterricht nicht stört.

Die Erneuerung sei an der Zeit gewesen, ist Direktor Franz Jauk überzeugt. Die PTS platzte zuletzt aus allen Nähten, der Zubau soll dies abfedern. „Die vorhandene Grundstücksgrenze haben wir ausgenutzt“, erklärt Schiefer. Der Unterricht wird zudem aufgewertet, mit interaktiven Tafeln und mit einer besseren Ausstattung der Werkstätten (Elektro, Bau & Küche).

Die letzte Investition liegt 30 Jahre zurück, als der Polytechnische Lehrgang in Schule umbenannt wurde. Viel Geld sei laut Jauk damals nicht geflossen, weil die Schülerzahlen rückläufig waren. Schiefer merkt an, dass heute zum Teil mit veralteten Werkzeug unterrichtet wird. Das soll sich ändern.

Das System der Fachbereiche habe die Schule wieder Attraktivität verliehen, ist Jauk überzeugt. Überhaupt suchen Unternehmen händeringend nach jungen Fachkräften, zuletzt präsentierten sich 38 Betriebe aus der Region den Schülern – und das Angebot für sie umfasst derzeit 200 Lehrstellen.

„Gute Vorbereitung auf das Berufsleben“

„Die Schule ist wirklich eine gute Vorbereitung auf das Berufsleben“, hebt Schiefer hervor, „Es gab nie ein Problem für die Schüler, eine Lehrstelle zu finden.“ Das Haus, dessen Alter Schiefer auf 100 Jahre schätzt, beherbergte schon das Rote Kreuz, die Feuerwehr und die Handelsschule. Man lege Wert auf den klimatechnischen Umbau, nicht nur die Wärmedämmung betreffend. Eine Photovoltaikanlage kommt aufs Dach, geheizt wird sowieso mit dem Fernwärme-Heizwerk.

Völlig problemlos lief bisher nicht alles ab, denn nach Abbrucharbeiten im obersten Stock drang Wasser ins untere ein. Wasserflecken an der Decke sind in der Direktion noch sichtbar. Die Aussicht auf eine größere und schönere Schule habe ihn aber nicht verzagen lassen, lächelt Jauk. „Es geht nur miteinander. Die Herrschaften in der Schule sind sehr geduldig“, betont Schiefer angesichts der dreijährigen Bauphase. „Und mit den Baufirmen kann man auch reden“, ergänzt Jauk.