Raddemo für Verkehrswende. In Waidhofen an der Thaya wurde umweltschonende Wende bei Verkehr und Wirtschaft gefordert.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 16. Juni 2021 (04:17)
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Die Teilnehmer versammelten sich am Bahnhof zu einem gemeinsamen Gruppenfoto.
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Anlässlich der österreichweiten Verkehrswende-Aktionstage von „Verkehrswende Jetzt“ veranstalteten die Radlobby Waidhofen und die Plattform Lebenswertes Waldviertel am Samstag die zweite Waidhofner Radparade. Sie demonstrierten damit für eine menschenfreundliche, umweltschonende Wende, die nicht nur Verkehr, sondern auch Wirtschaft, Politik und Gemeinwesen umfasst.

Zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität setzt sich die Radlobby Waidhofen für eine Verbesserung der Radinfrastruktur und die Plattform Lebenswertes Waldviertel für eine Wiederaufnahme des Bahnverkehrs auf den bestehenden Nebenbahnen ein. Ebenfalls unterstützt sie den Wunsch der Bevölkerung, endlich die Franz-Josefs-Bahn ihrem internationalen Status entsprechend auszubauen (zweite Spur bis Gmünd, Streckenbegradigungen etc.) und den Lkw-Frachtverkehr, der die ansässigen Anrainer stark belastet, auf die Schiene zu verlagern.

Richtige Schritte für eine klimaneutrale Zukunft unternehmen. Gleich zu Beginn der Veranstaltung vor dem Rathaus versprach der neue Bürgermeister der Stadt, Josef Ramharter (ÖVP), die richtigen Schritte für eine klimaneutrale, generationengerechte Zukunft zu unternehmen. Anschließend kamen Vertreter verschiedener Gruppierungen zu Wort und übermittelten in kurzen, prägnanten Statements ihre Anliegen.

Neben den beiden Hauptorganisatoren unterstützten auch die Radlobby Gmünd, Parents for Future, der Zukunftsklub Thayaland, das Verkehrs- und Regionalforum, Transitstopp Waldviertel, der Weg des Friedens, Pro Franz-Josef-Bahn, die Gemeinwohlökonomie Waldviertel und die KEM Thayaland die gemeinsame Erklärung, die Bürgermeister Ramharter überreicht wurde, flankiert von Stadtrat Herbert Höpfl und Gemeinderat Franz Pfabigan.

Lösung für Holztransporte und Elektrifizierung der Busse. Darin wurde unter anderem die Lösung des Problems der Holztransporte, die Elektrifizierung der Busflotte und eine Förderung des E-Carsharings gefordert, wie auch die Erstellung einer Gemeinwohlbilanz und die Veröffentlichung eines Jahresenergieberichtes.

Danach schwangen sich die gut 60 Teilnehmer auf ihre Räder und fuhren unter anfeuernder Musik durch die Stadt, um nach Worten auch eine sichtbare Aktion zu setzen.

Lebenswerte Zukunft war gemeinsamer Wunsch. Verbunden waren all die Statements der verschiedenen Gruppierungen durch den gemeinsamen Wunsch, eine durch Klimakrise und Erschütterung innerer Werte bedrohte Welt in eine lebenswerte Zukunft zu verwandeln, zum eigenen Wohl und auch zum Wohl kommender Generationen.

Daher stand die zweite Waidhofner Radparade auch im Zeichen der Vielfalt, da sie viel mehr umfasste als bloß Radfahren im engeren Sinne. So wurde nicht nur für eine Mobilitätswende demonstriert, sondern auch für eine Energie-, Wirtschafts- und letzten Endes Gesellschaftswende, die statt Eigennutz und Eigenerfolg Werte wie Zusammenarbeit, Empathie, Gemeinsinn und Respekt vor der Natur in den Mittelpunkt rückt.

Das Wetter zeigte sich gnädig. Trotz dunkler Wolken und Gewitterschauern, die nördlich und südlich an der Stadt vorbeizogen, fiel kein Tropfen Regen. Ein gutes Omen für den Erfolg des edlen Ziels?

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