Uttenthaler folgt Püspöck im Haus der Zuversicht. Im September wird die Waidhofner Kinderärztin ärztliche Ambulatoriums-Leitung übernehmen.

Von Michael Schwab. Erstellt am 22. Juli 2021 (04:22)
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Geschäftsführerin Andrea Rapf (links) und der ärztliche Leiter Johannes Püspöck (rechts) mit der Waidhofner Kinderärztin Claudia Uttenthaler (Mitte), die im September die ärztliche Leitung des Hauses der Zuversicht in Waidhofen übernehmen soll.  
Michael Schwab

Die Waidhofner Kinderärztin Claudia Uttenthaler wird voraussichtlich ab September die ärztliche Leitung des Hauses der Zuversicht in Waidhofen übernehmen.

Sie folgt damit Johannes Püspöck nach, der das Zentrum für Entwicklungsdiagnostik und Sozialpädiatrie und der Früherkennung und Behandlung von verschiedenen Entwicklungsproblemen seit seiner Gründung vor 25 Jahren leitete.

„Ich lernte das Haus der Zuversicht als wichtige Institution zur Versorgung von Kindern mit speziellen Bedürfnissen kennen.“ Claudia Uttenthaler, Kinderärztin, über ihren ersten Kontakt zum Haus der Zuversicht.

Claudia Uttenthaler übernahm 2019 Kassenstelle von Püspöck. „Die ärztliche Leitung des Ambulatoriums muss ein Mediziner für Kinderheilkunde übernehmen. Da ich 2019 die Kassenstelle von Johannes Püspöck als Kinderärztin übernommen haben, lag es nahe, dass ich auch einmal die Leitung des Hauses der Zuversicht übernehme“, sagt Uttenthaler im Gespräch mit der NÖN. Bevor sie nach Waidhofen kam, kannte sie die Einrichtung nicht: „Ich lernte sie aber rasch als wichtige Institution zur Versorgung von Kindern mit speziellen Bedürfnissen in der Region kennen.“ Man könne nun nach einer karenzbedingten Unterbrechung auch wieder Physiotherapie im Haus anbieten.

„Ich bin stolz, dass wir hier ein breites Spektrum von der Psychotherapie bis zur Logopädie anbieten können“, freut sich Uttenthaler. Im September 2019 begann sie im Haus der Zuversicht zu arbeiten. „Dann kam Corona und wirbelte alles durcheinander. Jetzt versuchen wir wieder Richtung Normalbetrieb zu gehen“, erinnert sich Uttenthaler an die stürmischen Zeiten, in denen sie ihre ersten Erfahrungen im Haus der Zuversicht sammelte.

Die Ärztin stammt aus Schwarzenau, studierte in Wien Medizin und absolvierte ihren Turnus im Waldviertel. Die Fachausbildung führte sie nach Deutschland und an die Kinderklinik in Linz, ehe sie als Kinderärztin nach Waidhofen kam. Sie ist stolz, in die Fußstapfen von Johannes Püspöck treten zu dürfen. Er habe das Haus gut durch die stürmischen Corona-Zeiten geführt, betont Uttenthaler.

Püspöck: „Es war eine spannende Zeit.“ Die Geschichte des Hauses der Zuversicht geht bis ins Jahr 1985 zurück, als betroffene Eltern sich zum Verein „Zuversicht“ zusammenschlossen und bemühten, Therapeuten nach Waidhofen zu bringen. „Das war damals noch alles völlig unstrukturiert, die Therapien wurden in Privaträumen durchgeführt. Irgendwann wurde das Projekt zu groß, um es weiter in diesem Umfeld durchführen zu können, daher entschloss man sich, es in Form eines Ambulatoriums weiterzuführen. Dafür brauchte man einen ärztliche Leiter, und da ich Kinderarzt in Waidhofen war, war ich der logische Ansprechpartner“, erinnert sich Püspöck, der schon im Vorfeld den Verein „Zuversicht“ unterstützt hatte.

„Die Meilensteine für mich als Leiter waren die über die Jahre erfolgten Ausbauschritte des Ambulatoriums. Es war eine spannende Zeit, der Versorgungsauftrag entwickelte sich ständig weiter, und es galt, stets Schritt zu halten“, betont Püspöck.