Waldhäusl tritt an. Gemeinderatswahl / Gottfried Waldhäusl will absolute Mehrheit der ÖVP in Waidhofen brechen und Veränderungen herbeiführen.

Erstellt am 19. August 2014 (11:02)
FPÖ-Landtagsklubobmann Gottfried Waldhäusl wird bei der Gemeinderatswahl 2015 in der Bezirksstadt Waidhofen antreten.
NOEN, Ramharter

Einen prominenten Kandidaten wird es bei der Gemeinderatswahl im nächsten Jahr in der Bezirksstadt Waidhofen geben: FPÖ-Landtagsklubobmann Gottfried Waldhäusl wird erstmals in der Bezirksstadt antreten.

„Ja, ich bin bereits bei meiner Lebensgefährtin in Waidhofen gemeldet und werde hier auch antreten“ - bestätigte Gottfried Waldhäusl sein zusätzliches Engagement in Waidhofen.

Viele Leute seien an ihn herangetreten, in Waidhofen anzutreten, weil sie keiner der derzeitigen Gemeinderatsparteien zutrauen, Änderungen herbeizuführen. Diese seien aber notwendig, vor allem, was die Rolle des Stadtamtsdirektors betrifft.

Waidhofen "am Weg zur Sanierungsgemeinde"

Gottfried Waldhäusl erklärt, dass er vor allem deshalb bereits jetzt sein zukünftiges Engagement in der Bezirksstadt bekannt gibt, weil er ein Konzept darüber erarbeiten möchte, was man in Waidhofen verändern will. „Wenn eine Gemeindeführung Mut hat, ist es möglich, etwas zu ändern. Es darf nichts geben, was fix ist“, meint er. Auch bei den Finanzen müsse man ansetzen, denn Waidhofen sei bereits „am Weg zur Sanierungsgemeinde“.

Waldhäusl hofft, dass es einige Bürger gibt, die für Waidhofen „ein Stück mit ihm gehen werden“ und ist auch gerne bereit, Anregungen entgegen zu nehmen. Eines ist für ihn aber klar: Wenn wirklich etwas verändert werden soll, dann muss die ÖVP die absolute Mehrheit verlieren. „Die Bevölkerung hat die Möglichkeit mitzumachen oder zu warten, bis die Stadt endgültig an die Wand fährt“, meint er.

Aufwandsentschädigung als Spende

Man höre immer nur Negatives über Waidhofen, die Stadt verdiene aber Besseres. „Ich bin derzeit nicht im System von Waidhofen integriert, sondern komme aus dem kleinen Pfaffenschlag, wo im Gemeinderat gut zusammengearbeitet wird“, meint Waldhäusl weiter und hofft, dass alle, die nächstes Jahr in den Gemeinderat gewählt werden, bei der „Sanierung“ mitarbeiten.

In seinem Heimatort Pfaffenschlag will Waldhäusl nach 25 Jahren im Gemeinderat nur mehr an letzter Stelle der Liste stehen. „Dort sind wir gut aufgestellt“, meint er. Und die Aufwandsentschädigung für seine künftige Funktion in Waidhofen, die er nach dem Gesetz ja annehmen muss, will er nach Versteuerung zur Gänze für karitative Zwecke spenden.