Piratenspiele mit Käpt'n Dros. Über 500 „Piratenanwärter“ stellten sich 33 Aufgaben an 17 Stationen.

Von Michael Schwab. Update am 22. August 2017 (15:38)

Die Piratenflaggen wurden am vergangenen Samstag in Waldkirchen gehisst, als der Dorferneuerungsverein zu den „Piratenspielen mit Käpt’n Dros“ lud.
Trotz des trüben, glücklicherweise aber meist niederschlagsfreien Wetters kamen 560 „Piratenanwärter“ nach Waldkirchen, um sich den umfangreichen Piratenprüfungen zu stellen. 17 Stationen mit insgesamt 33 Spielen galt es zu absolvieren und im Spielepass abstempeln zu lassen. Um den mehrere Kilometer langen Fußweg zwischen den Stationen abkürzen zu können, stand heuer erstmals ein Shuttlebus zur Verfügung.

Die Bewältigung erforderte mehrere Stunden und unterschiedlichste Fähigkeiten und Kenntnisse. Die Palette reichte von der Fußballtorwand und Minikegelbahn über das Spielen einer Tonleiter mit Gläsern, den Umgang mit Fernglas und Kompass und Blindenstock-Gehen bis zum Gummistiefelzielwurf, Spritzpistolenzielschießen und zum Hindernisparcour.

Rund 80 Einwohner arbeiten mit

Besonders großer Beliebtheit erfreuten sich auch die Sackrutsche und die Fahrt mit dem „Quad-Schiff“, einem von einem Quad gezogenen Anhänger, von dem die Teilnehmer Tennisbälle aus der Wiese fischen mussten. Eine ruhige Hand war beim „heißen Draht“ gefragt und viel Beweglichkeit beim Spinnennetz. Kentnisse des Jäger- und Fischerlateins und der Landwirtschaft waren ebenso gefragt wie der richtige Umgang mit dem Fahrrad und das Lösen eines Riesenpuzzles.

Durch die „Piratenanwärter“ wurde die Einwohnerzahl Waldkirchens an diesem Tag praktisch verdoppelt. „Etwa 80 der 550 Einwohner arbeiten heute mit. Daran sieht man, dass man viel erreichen kann, wenn man zusammenhält - egal, wie groß ein Ort ist“, meinte Landesrat Karl Wilfing bei der Eröffnung.