Bauernbund: Proteste gegen Holzimporte an Grenze. Während die Borkenkäfer-Problematik im Waldviertel immer bedrohlichere Ausmaße annimmt, platzt Waldbesitzern allmählich der Kragen: Der NÖ Bauernbund kündigt eine Kundgebung an, die von dutzenden Traktor-Gespannen begleitet wird, die am Grenzübergang Fratres/Slavonice stattfinden (18. Juli, 8 Uhr).

Von Karin Widhalm. Erstellt am 16. Juli 2019 (14:26)
Karin Widhalm

Organisator ist Eduard Köck, Bauernbund-Hauptbezirksobmann und Bundesrat. Wo liegt das Problem?

Franz Fischer, Obmann des NÖ Waldverbandes, kritisiert scharf, dass bei dem Holzverarbeitungsbetrieb Maresch aus Retz (Bezirk Hollabrunn) fast zu 100 Prozent Holz aus dem Ausland verarbeitet wird. "Und wir bringen es nicht weg. Das ist völlig unverständlich und ich finde das auch charakterlich nicht akzeptabel." Waldbauern müssen derzeit viel schlägern, weil sich der Borkenkäfer weiterhin rasant ausbreitet.

Maresch-Geschäftsführer Herbert Schlögl lässt die Kritik nicht gelten: "Das stimmt nicht, wir kaufen genug Holz aus dem Waldviertel." Sägewerksbetreiber Johannes Zwickl aus Schrems (Bezirk Gmünd) bestreitet gar nicht, dass er Holz aus Tschechien annimmt. „Die Lieferanten sind eingeteilt. Außerdem sind wir in der EU und da ist Tschechien kein Ausland. Mir ist wichtig, dass das Holz aus dem Umkreis kommt und da gehört auch Tschechien dazu.“

Wie die Argumente der Sägewerksbetreiber und Waldbesitzer lauten, was die Politik zur Situation sagt und wie erschreckend die derzeitige Schadensbilanz allein im Raum Raabs ist, lesen Sie ab Mittwoch in der kommenden Ausgabe der NÖN.