Erstellt am 25. Oktober 2017, 03:20

von NÖN Redaktion

Sechs schafften Einzug in den Nationalrat. Neben den direkt Gewählten sind auch Androsch und Hoyos im Nationalrat.

Sechs Abgeordnete aus dem Wahlkreis Waldviertel werden im zukünftigen Nationalrat vertreten sein. Durch die Vorzugsstimmen schafften es Martina Diesner-Wais und Angela Fichtinger auf ein Direktmandat der ÖVP. Konrad Antoni wird wieder das Direktmandat der SPÖ besetzen, Walter Rosenkranz das neue Direktmandat der FPÖ. Maurice Androsch wird über das zweite Mandat auf der Landesliste SPÖ Abgeordneter werden. Von den NEOS wird Douglas Hoyos ein Mandat über die Bundesliste bekommen.

„Ich bin begeistert, dass ich wieder so viele Vorzugsstimmen bekommen habe, dass mir so viele Menschen wieder das Vertrauen geschenkt haben“, freute sich Martina Diesner-Wais. Sie will sich besonders um den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Franz-Josefs-Bahn, Straßeninfrastruktur und Breitband-Ausbau über die Pilotregionen hinaus kümmern. Ein Anliegen ist es Diesner-Wais auch, die Landwirtschaft zu stärken und abzusichern sowie unnötige Hürden abzubauen. Leistbare Sozialversicherungen und das Top-Jugendticket für Studenten bis 26 sind weitere Anliegen.

Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger freut sich, dass sie das zweite Waldviertler Direktmandat geschafft hat, denn: „Wenn ich nicht auf Platz zwei im Wahlkreis gekommen wäre, hätte ich das Waldviertel im Nationalrat nicht mehr vertreten können.“ Wenn sie gesund und fit bleibt, möchte sie die Waldviertler Bürger über die gesamte Legislaturperiode im Nationalrat vertreten.

Enttäuscht reagiert Werner Groiß, der Angela Fichtinger im Vorzugsstimmenrennen knapp unterlegen ist. Seine Chancen, über die Landesliste so wie 2013 in den Nationalrat einzuziehen, schätzt Groiß mit „vielleicht einem Prozent“ ein.

Region für alle attraktiver machen

Konrad Antoni wird wieder das Direktmandat der SPÖ im Wahlkreis besetzen. Er will die Region für die Wirtschaft und die Menschen attraktiver machen. Dafür notwendig sind seiner Meinung nach flächendeckendes Breitband, eine lokale Förderung für Klein- und Mittelbetriebe, der Ausbau der Franz-Josefs-Bahn und ein höherrangiges Straßennetz. Antoni will eine „optimale Balance“ zwischen den Bedürfnissen der Menschen, Wirtschaft, Umweltschutz und Budgetmitteln finden.

Walter Rosenkranz von der FPÖ wird sein Direktmandat annehmen. Er wird auf Wunsch von Parteichef H.C. Strache nun auch nicht für die Landtagswahl nach NÖ zurückkehren, sondern in Wien bleiben, möglicherweise auch, um höhere Aufgaben zu übernehmen.

Maurice Androsch (SPÖ) geht davon aus, dass die SPÖ in den nächsten Jahren ihre politische Verantwortung in der Opposition wahrzunehmen hat. „Für mich ist daher besonderes Augenmerk auf die Sicherheits- und Sozialpolitik zu legen.“ Als Vertreter des Waldviertels ist es ihm wichtig, den Druck zur Umsetzung regionalpolitischer Maßnahmen zu erhöhen, insbesondere im Bereich des regionalen Bildungsangebots und der überregionalen Infrastruktur.

Douglas Hoyos von NEOS wird über die Bundesliste in den Nationalrat einziehen. Sein Fokus wird als Sprecher für Jugend- Verkehrs- und Verteidigungspolitik sein. „Meine Ambition ist aber vor allem, neue Chancen für junge Menschen zu schaffen“, erklärt er.