Werkzeug, Fahrzeug & Co. an einem Ort zusammengeführt. „Jetzt sehen wir endlich, was wir alles haben“, schmunzelt Bürgermeister Anette Töpfl in der Halle, wo drei Streufahrzeuge und eine Pritsche steht. Die Marktgemeinde hat den soeben errichteten Bauhof mit allen an einem Platz zusammengeführten Arbeitsgeräten am Samstag eröffnet.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 01. Dezember 2019 (15:24)
Den Bauhof eröffneten (v.l.): Projektleiter Herbert Weißenböck (Reissmüller), Architekt Richard Schwingenschlögl, Gemeinderat Walter Katzinger, Pfarrer Ryszard Chycki, Baumeister Albert Wilhelm, Bundesrat Eduard Köck, Bauhof-Mitarbeiter Dominik Lauter, Bürgermeisterin Anette Töpfl, Bauhofmitarbeiter Christian Bauer, Generalunternehmer Richard Grün (Reissmüller BaugesmbH), Gemeinderat Gerhard Süß, Bauhofleiter Josef Bauer, Amtsleiter Josef Binder, Bezirksdirektor-Stellvertreter Erich Hoffmann und Gebietsleiter Martin Fida (beide NÖ Versicherung) sowie Vizebürgermeister Hermann Lauter.
Karin Widhalm

Zu den Planern, Bauarbeitern, Gemeindebediensteten und Ehrengästen gesellten sich Bewohner und Vertreter aus Schule, Kindergarten und den Vereinen.

Die eineinhalb Jahre harte Arbeit hatten es in sich gehabt, so Töpfl. „Und das hat sich am Ende bei der Übersiedlung natürlich zugespitzt.“ Architekt Rudolf Schwingenschlögl erinnert daran, dass die Marktgemeinde immer größer werde. Neue Häuser entstanden und Betriebe siedelten sich an. Der neue Bauhof solle dem gerecht werden.

Ressourcen mit Kläranlage "doppelt nutzen"

„Der Grund wurde nicht von ungefähr gewählt“, ergänzt der Architekt aus Gmünd. Man könne Ressourcen mit der nachbarschaftlichen Kläranlage „doppelt nutzen“. Man habe zu den regionalen Baufirmen eine „freundschaftliche Zusammenarbeit mit Handschlagqualität“ gepflegt. Das bestätigt Töpfl: „Wir waren wirklich mit allen sehr zufrieden.“

 „Bauhofleiter Josef Bauer war ein umsichtiger Hauptpolier, der das Ganze mit unserer Mannschaft über die Bühne gebracht hat“, lobt Geschäftsführer Richard Grün bei Reissmüller GesmbH. Der Waidhofner Betrieb fungierte als Generalunternehmen. „Der Bauhof ist wirklich ein Schmuckstück geworden“, findet  Grün, der wie alle anderen Festredner vor einer Wand mit fein säuberlich aufgehängten Besen, Schaufeln und mehr steht. Das Haus  sei noch dazu innerhalb von sieben Monaten „in Rekordzeit“ entstanden. 

Ein klein wenig neidisch auf „modernen Bauhof“

Bundesrat Eduard Köck ist begeistert vom „sehr modernen Bauhof“: „Wenn das unsere Leute sehen, werden wir uns etwas anhören müssen“, lächelt er in Gedanken an seine Heimatgemeinde Thaya, wo er Bürgermeister ist. Solche Projekte könne man aber nicht überall umsetzen.

Die Anforderungen an den Bauhof seien gemäß Köck jedenfalls groß: Die Institution der Gemeinde hält öffentliche Gebäude, Plätze, Straßen, Grünanlagen, Leuchtkörper instand und kümmert sich um den Winterdienst. Pfarrer Ryszard Chycki, auch Pater Richard genannt, betont: „Ich fühle mich wohl auf den Straßen von Vitis.“

Pfarrer: Schön, dass Gemeinde an ihre Arbeiter denkt

Er denke gerade jetzt oft daran, dass Gemendebedienstete frühmorgens unterwegs sind, um den Schnee wegzuschieben oder dem Glatteis mit Streugut entgegenzutreten. Es sei schön, dass die Marktgemeinde an diese Arbeiter denke. „Es ist wirklich eine würdige Wirkungsstätte“, schließt er, bevor er seinen Segen ausspricht. 

Ein Ensemble der Musikkapelle umrahmt mit Leiter Manfred Kreutzer den Festakt und alle Gäste sind zum gesponserten Imbiss geladen.