Ein Waldviertel-Pionier ist 25. Zuerst ein Start-up, dann eine Aktiengesellschaft und heute in sieben Ländern auf zwei Kontinenten aktiv. Die W.E.B. Windenergie schlug vor 25 Jahren ihre Wurzeln und verwandelte sich vor 20 Jahre in eine Aktiengesellschaft: Das feierte man am Freitag (6. September) mit Gästen, die sogar aus Kanada angereist sind, und Bundespräsident Alexander van der Bellen.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 07. September 2019 (21:35)
Astrid Knie

W.E.B. sei ein Pionier, der die Zeichen der Zeit richtig erkannt habe - und das schon vor 25 Jahren. Ihre Zukunft sei für weitere 25 Jahre gesichert, ist er überzeugt: Das Land brauche einen Ausstieg aus Kohle, dann Öl, dann Gas – das sei mithilfe von W.E.B. möglich. „Und das geht auf ästhetisch ansprechende Weise“, sagt er auch in Anspielung des Bürogebäudes, das erst entstanden ist und am Samstag (7. September) offiziell eröffnet wurde.

Die Entstehung eines Werkes im Waldviertel nahe der tschechischen Grenze „kann nur funktionieren, wenn gewisse Dinge vorausgesetzt sind“. Er denkt dabei an die Internetverbindung mit Glasfaser, die es ermöglicht, dass Windkraftwerke in Kanada „beobachtet, letztlich betrieben und kontrolliert werden können“.

"Nutzen wir die Ressourcen vor der Haustüre"

Landesrat Ludwig Schleritzko ergänzte, dass Niederösterreich zwei Milliarden der Wertschöpfung an Erneuerbaren Energie generieren konnte. Man wollte den Klimaschutz stärken und „Green Jobs“ von 40.000 auf 50.000 erhöhen. Nur die Biomasse sei „eine große Herausforderung“. „Was jetzt zählt sind Lösungen“, denkt Schleritzko. „Nutzen wir die Ressourcen vor der Haustüre.“

W.E.B.-Vorstand Frank Dumeier erzählt, dass die Zentrale mit dem Fuhrpark zur Gänze mit Erneuerbaren Energie versorgt wird. „In 25 Jahren wird auch der letzte Zweifler verstanden haben, dass Erneuerbare Energie funktioniert“, ist er sich sicher. Michael Trcka ist der zweite Mann im Vorstand und begann vor zehn Jahren bei der W.E.B. zu arbeiten: Er hätte nicht erwartet, dass der Betrieb so wächst – „und dass wir ein Fest in dieser Größe feiern können.“

Das Jubiläum setzte sich am Samstag etwa mit einem Windenergielauf, einem Figurentheater mit flatterhaftem Windspiel und dem Tag der offenen Tür, wo das neue Bürogebäude besichtigt werden konnte, fort.

Woran die Hofburg noch arbeiten muss, was passiert, wenn Landesfarben vermischt werden und was zur Lösung der Klimakrise gesagt wurde, lesen Sie ab Mittwoch in der NÖN Waidhofen.