Manfred Herynek: „Gut über die Bühne gebracht“. Manfred Herynek erzählt, wie das Jahr 2020 in seiner Gemeinde Windigsteig lief und welche Projekte im neuen Jahr anstehen.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 05. Februar 2021 (03:38)
Bürgermeister Manfred Herynek sieht anstehende Projekte nicht durch Corona-Einbußen gefährdet.
privat

Wenige Jahre haben bisher so viele Spuren hinterlassen wie 2020. Windig-steig-Bürgermeister Manfred Herynek blickt im Gespräch mit der NÖN noch einmal auf das abgelaufene Jahr zurück und gibt einen Ausblick auf anstehende Projekte.

NÖN: Wie sehen Sie das Jahr 2020 im Rückblick?

Manfred Herynek: Es war natürlich eine gewisse Herausforderung auf vielen Ebenen, sich auf diese Pandemie einzustellen. Insgesamt gesehen haben wir das Jahr aber gut über die Bühne gebracht.

Wie hat sich der Bürgermeisteralltag verändert?

Herynek: Mein Alltag hat sich in der Hinsicht verändert, dass die Arbeit direkt in der Gemeinde mehr wurde. Vor allem im administrativen Bereich hatte ich mehr zu tun. Nach Außen wurde es dagegen eher ruhiger, nachdem es seit März letzten Jahres kaum mehr Veranstaltungen gab.

Wie hat sich die Krise auf die Vorhaben der Gemeinde ausgewirkt?

Herynek: Wir haben eigentlich alles, was wir uns vorgenommen haben, umgesetzt. Natürlich standen dann im Vorjahr weniger Geldmittel zur Verfügung. Sonst hätten wir sicher noch ein paar Kleinigkeiten erledigen können. Wir konnten den neuen Bauhof fertigstellen. Das war sicher das größte Projekt im Vorjahr. Auch der Spielplatz des Kindergartens wurde erneuert. Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Jahr in dieser Hinsicht zufrieden.

Das Jahr 2020 hat im Rückblick natürlich einen negativen Beigeschmack, aber kann man auch etwas Positives mitnehmen?

Herynek: Ich glaube wir haben gesehen, dass viele Dinge, die früher immer als unmöglich galten, doch machbar sind. Ich meine da zum Beispiel die Videokonferenzen. Andererseits haben aber die Vereine und das gesellschaftliche Leben extrem unter der Pandemie gelitten.

Welche Projekte stehen 2021 auf dem Plan?

Herynek: Das größte Vorhaben in naher Zukunft ist sicher die kommende Heizungsumstellung in Gemeindesaal, Gemeindehaus, Ärztehaus und einigen Wohnungen. Dort stellen wir von Öl auf Pellets um. Da muss auch einiges neu adaptiert werden. Nach der Heizperiode wird mit diesem Projekt begonnen, vielleicht im Mai.

Auch unser neuer Flächenwidmungsplan soll bald fertiggestellt werden. Das hat sich schon mit Corona verzögert. Wir wollten den Plan eigentlich schon Ende letzten Jahres fertigstellen. Momentan sieht es nach spätem Frühjahr bis Sommer aus.

Sind aufgrund sinkender Ertragsanteile auch Projekte gefährdet?

Herynek: Die bereits erwähnten Projekte und auch ein paar kleinere Vorhaben sind bereits fix abgedeckt. Da kann nichts mehr passieren. Alles weitere wird man sehen.

Es sind jetzt Sonderbedarfszuweisungen gekommen. Auch vom Bund könnten noch Gelder kommen. Man könnte dann sicher noch über weiter Projekte nachdenken. Ansonsten werden wir uns fürs Erste bedeckt halten und auch nur das machen, was wir sicher finanzieren können.

Was erhoffen Sie sich vom neuen Jahr?

Herynek: Zu allererst hoffe ich, dass wir die Pandemie zumindest einigermaßen in den Griff bekommen. Auch dass das gesellschaftliche Leben mit den diversen Vereinstätigkeiten wieder auf normale Bahnen kommt, wäre schön.

Vorrangig ist natürlich unser aller Gesundheit. Auch die Wirtschaft möchte ich nicht außer acht lassen. Die soll so bald als möglich wieder durchstarten können.