Wirtschaftshof umgebaut: Alles unter einem Dach. Vom Bauhof zu den städtischen Wirtschaftsbetrieben: Mit der offiziellen Eröffnung des umgebauten Wirtschaftshofes fand die Neuorganisation und Zusammenfassung von Bauhof, Wasserwerk, Gärtnerei, Bestattung, Campingplatz, Freizeitzentrum und Skilift unter einer Leitung ihren ersten Abschluss.

Von Michael Schwab. Erstellt am 31. Oktober 2019 (16:44)
Offizielle Eröffnung des umgebauten und modernisierten Wirtschaftshofs: Franz Lissy, Berater Walter Wosner, Rotkreuz-Ehrenpräsident Willi Sauer, die evangelische Moderatorin Solveig Gschaider, Stadtpfarrer Josef Rennhofer, Bundesratsabgeordneter Eduard Köck, Vizebürgermeister Gottfried Waldhäusl, Stadtamtsdirektor Rudi Polt, Landtagspräsident Karl Wilfing, Bürgermeister Robert Altschach, Wirtschaftshofleiter Christoph Bittermann, Stadtrat Martin Litschauer, Gemeinderat Andreas Hitz, Johannes Tüchler von der Bezirkshauptmannschaft Waidhofen, die Stadträte Alfred Sturm und Franz Pfabigan, Planer Franz Hofstätter und Günther Hauer.
Michael Schwab

1,5 Millionen Euro kostete es, den bestehenden Wirtschaftshof an die heutigen Anforderungen anzupassen und umzubauen. Dass eine solche Modernisierung nötig war, habe sich schon bei der Planung der Neuorganisation rasch herausgestellt.

„Die Alternativen waren Neubau oder Umbau. Der Gemeinderat hat sich einstimmig für die kostengünstigere Variante, den Umbau, entschieden“, stellte Bürgermeister Robert Altschach beim Festakt klar.

Fotos zeigten: Bauhof war total veraltet

Wirtschaftshofleiter Christoph Bittermann zeigte einige Fotos, auf denen klar ersichtlich war, dass Gebäude und Technik in die Jahre gekommen waren und keineswegs mehr den Anforderungen eines modernen Gemeindebetriebs entsprachen.

Das ist wenig verwunderlich, waren die Garagen doch ursprünglich einmal Stallungen gewesen, als die Gemeinde das Areal 1977 kaufte. In der ehemaligen Wasserwerkstatt, wo heute die Sozialräume und das Büro untergebracht sind, befand sich sogar einmal ein Schweinestall.

Als erster Schritt wurden die Gebäude in Eigenregie von den Mitarbeitern ausgeräumt und eine provisorische Wasserwerkstatt eingerichtet. Anfang Mai 2018 erfolgte der Baustart. Zuerst wurde in der ehemaligen Wasserwerkstätte der Sozialtrakt eingerichtet, parallel dazu wurde die Wagenhalle zu einer KFZ-Werkstatt und Einstellhalle für den Gemeindefuhrpark umgebaut.

Um den nötigen Platz zu schaffen, musste das Depot des Stadtmuseums geräumt werden, was wie in der NÖN berichtet zu einiger Aufregung geführt hatte, bis es gelungen war, ein Ausweichquartier in der Heidenreichsteinerstraße zu finden.

Durch Dämmung und kontrollierte Wohnraumlüftung wurde der Heizenergiebedarf gesenkt, und die Heizung wurde von Gas auf Fernwärme umgestellt. Auch die Beleuchtung wurde durch Tausch auf LED-Lampen effizienter gemacht.

Neuorganisation spart jährlich 80.000 Euro

„Durch die Neuorganisation haben wir pro Jahr 80.000 Euro eingespart, die man nun für andere Dinge verwenden kann“, hob Stadtamtsdirektor Rudolf Polt hervor. Man habe mit einem externen Berater die eigenen Stärken und Schwächen identifziert: „Was wir gut können, machen wir selber, was andere besser können, haben wir an externe Dienstleister vergeben“, erklärte Polt. So wurden teilweise der Winterdienst, die Grünraumpflege und die Abfallkorb-Tour extern vergeben.

Dass dies finanziell Sinn mache, erläuterte Polt am Beispiel des Winterdienstes, für den man zusätzliche Mitarbeiter brauchen würde, die aber den Rest des Jahres nicht gebraucht würden. Ein Teil der Investitionskosten für den Umbau, nämlich 465.000 Euro, komme in den nächsten fünf Jahren durch die Einsparungen retour, rechnete Polt vor.

Nach der Segnung durch Stadtpfarrer Josef Rennhofer, gemeinsam mit der evangelischen Moderatorin Solveig Gschaider, und dem Durchschneiden des Eröffnungsbandes führten die Mitarbeiter Interssierte durch den Wirtschaftshof.