Eine Win-Win-Situation für alle im Waldviertel. In den neu geschaffenen Wirtschafts.Akademien Waldviertel werden die künftigen Fachkräfte für die regionalen Unternehmen ausgebildet. Ein Konzept, von dem alle Seiten profitieren.

Erstellt am 13. Februar 2019 (15:34)
NLK Filzwieser

Eine gute Ausbildung ist der Schlüssel zu Beschäftigung im späteren Leben. Zukunftsfit ist eine Schule dann, wenn sie Schüler ausbildet, die am Arbeitsmarkt gebraucht werden und nachgefragt sind. Das Angebot der Schulen und die Nachfrage der Unternehmen müssen, was den Bedarf an Arbeitskräften betrifft, aufeinander abgestimmt werden. Denn: Es kann nicht sein, dass einerseits junge Menschen keine Arbeit finden und andererseits die Unternehmen geeignete Arbeits- und Fachkräfte suchen.

Neues Konzept

Aus diesem Grund wurde im Schuljahr 2018/19 auf Initiative des Landes Niederösterreich ein neues Konzept für Handelsakademien im Waldviertel gestartet: Die vier Handelsakademien Waidhofen/Thaya, Horn, Gmünd und Zwettl wurden zu modernen Wirtschafts.Akademien. Dazu wird die Kernkompetenz Wirtschaftswissen nachgeschärft. Ein Wissen, das in der heutigen Arbeitswelt überall benötigt wird. Diese fundierte Ausbildung bringt den Jugendlichen Startvorteile, egal in welchem Beruf sie arbeiten werden.

Zu diesem Wirtschaftswissen gehört unter anderen: Marketing & Zukunftstrends, Unternehmensführung & Management, Betriebswirtschaft & Unternehmensrechnung, Digitalisierung & E-Business etc.

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Ergänzend dazu werden ab der dritten Klasse Schwerpunkte angeboten, die zur Region und zum Arbeitsmarkt der Zukunft passen. Die Inhalte und Schwerpunkte wurden gemeinsam mit Unternehmen der Region erarbeitet:

Gmünd: Logistik.International

Horn: Vitality.Gesundheitsmanagement

Waidhofen/Thaya: Digitalisierung.E-Business

Zwettl: Lebensmittel und Holzwirtschaft

In den beiden ersten Schuljahren wird der Fokus auf eine fundierte, wirtschaftliche Grundausbildung gelegt. Diese wird inhaltlich auf den neuesten Stand gebracht – sozusagen „reloaded“. Zusätzlich wird Englisch noch stärker vertieft.

Kooperationen mit Schulen und regionaler Wirtschaft

Ab dem dritten Schuljahr kommt es zu einem weiteren Modernisierungsschub: Die Schulen werden durch gemeinsamen Unterricht zum Schwerpunktthema im „virtuellen Klassenzimmer“ eng miteinander kooperieren. Dazu wird in modernste Kommunikationsinfrastruktur investiert, die dann auch Betrieben als digitaler Meetingroom zur Verfügung steht. Darüber hinaus wird noch enger mit anderen Schulen und Bildungseinrichtungen, wie der FH St. Pölten, kooperiert.

Es wurde aber auch eine einzigartige Kooperation mit der regionalen Wirtschaft gestartet. Die Wirtschaft bietet neben dieser Kooperation auch Praktikumsplätze für die Schülerinnen und Schüler an, damit sie neben dem Unterricht auch zeitgemäße Wirtschaftskompetenz erwerben können und damit eine gute Chance auf einen Arbeitsplatz in der Region erhalten.

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Von dem neuen Konzept werden aber auch die Pädagoginnen und Pädagogen profitieren, da sie laufend Weiterbildungen im Hinblick auf Medienkompetenz und das notwendige technische Wissen, erhalten. Das heißt: Auch die Pädagoginnen und Pädagogen werden zukunftsfit gemacht.

Alle Seiten profitieren

Das Erfolgsrezept der neuen Wirtschafts.Akademien ist die verbindliche Partnerschaft mit der Wirtschaft auf Augenhöhe. Schule und Wirtschaft wachsen zu einer echten Interessensgemeinschaft zusammen. Dazu gehört, dass Unternehmer in die Klassenzimmer kommen, dort aus der Praxis berichten und ihr Wissen einbringen. Ebenso gehört aber auch dazu, dass Unternehmen Praxisplätze und Stipendien für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stellen.
Darüber hinaus werden auch die Pädagoginnen und Pädagogen in die Betriebe eingeladen, um ihr Praxiswissen laufend zu aktualisieren und um die Betriebe und Branchen kennenzulernen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass dieses Konzept eine Win-Win-Situation für alle ist: Schüler haben dadurch bessere Chancen, einen Arbeitsplatz in der Region zu bekommen. Die Unternehmen bekommen Fachkräfte direkt aus der Region. Die Pädagogen sind immer auf dem aktuellen Stand. Und die Region profitiert, weil ihre Schulstandorte langfristig abgesichert werden und die Jugendlichen in der Region bleiben.

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