Dieter Holzer: Von der Schreibmaschine zum Web-Artikel. Seit 33 Jahren ist Dieter Holzer für die NÖN im Einsatz. Der Ottenschlager schildert, was sich in dieser langen Zeit verändert hat.

Update am 09. April 2019 (08:00)
Christian Freitag
Dieter Holzer

Heute können wir in webbasierter Form unsere Artikel verfassen, gestalten, mit Fotos versehen und direkt in die nächste NÖN-Auflage bzw. in die Homepage einbringen.
Unfassbar, was sich da in rund 30 Jahren verändert hat. Das betrifft alle Bereiche, die zur Herstellung einer Zeitung notwendig sind. Recherche, Organisation der Termine, Fotografieren, Schreiben, Bild-Bearbeitung, Gestaltung der Artikel, Übermittlung der Unterlagen usw.

Viele weitere Schritte sind noch notwendig, bis der Leser die Neuigkeiten aus der Region auf Papier oder am Bildschirm erfahren kann. Das Ziel des regionalen Mediums NÖN hat sich aber grundsätzlich nicht verändert – Informationen aus der Region einer breiten Bevölkerung zugänglich zu machen.

Zurück in die Heimat

Nachdem ich zehn Jahre für einen amerikanischen Konzern in Deutschland tätig gewesen war, kehrte ich 1984 mit meiner Familie in meinen Heimatort Ottenschlag zurück und übernahm den Friseurbetrieb meiner Eltern. Als ich 1985 begann, für die NÖN Beiträge und Fotos zu liefern, waren die Abläufe ganz anders als heute. Gedruckt und fotografiert wurde schwarz/weiß, die Filmausarbeitung dauerte Tage – außer ein Redakteur stellte sich selbst in die Dunkelkammer. Der Artikel musste vor dem Schreiben Wort für Wort feststehen.

Die Sorgfalt ist geblieben

Die größte Veränderung ist die Geschwindigkeit, mit der sich Nachrichten verbreiten. Dank digitaler Fotografie kann ich ein geschossenes Foto in der nächsten Minute samt Text per E-Mail oder WhatsApp verschicken. Der Redakteur stellt es auf die Homepage und die NÖN-Leser wissen sofort Bescheid. Die Texte kann ich beliebig und mit wenig Aufwand verändern, kürzen und verlängern. Bei der Recherche helfen Google & Co. Gleich geblieben sind Zeitaufwand und Sorgfalt, mit der ein NÖN-Artikel erstellt wird.

Als Leser informiere ich mich in der NÖN über die Aktivitäten, Neuigkeiten, Ehrungen, Geburtstage, Sportnachrichten usw. aus meiner Gemeinde, dem Bezirk Zwettl, dem Waldviertel und ganz Niederösterreich. Besonders gut gefällt mir, dass aus allen Orten berichtet wird. Wenn ich Beiträge liefere, möchte ich, dass sich möglichst viele Menschen für das Geschehen interessieren. Die NÖN liefert einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Bezirks und sorgt mit ihrer Vielfalt dafür, dass die Menschen mit ihrer Heimat verbunden bleiben.

Werbung