Karin Widhalm: Für den Job ins Waldviertel. Karin Widhalm: Eine waschechte Weinviertlerin entscheidet sich bewusst für den Arbeitsplatz im Waldviertel. Warum eigentlich?

Erstellt am 02. April 2019 (10:20)
Karin Widhalm
Christian Freitag

Dass eine Weinviertlerin im Waldviertel arbeitet, kommt vor, wenn auch selten. Auf mich trifft das seit dem 1. Februar zu. Warum verschlägt es eine Retzerin über den Manhartsberg?

Bei der Frage schildere ich gern eine Momentaufnahme aus meinem Leben. Ich war als NÖN-Mitarbeiterin der Hollabrunner Redaktion bei einer Podiumsdiskussion über den Klimawandel. 15 Personen – Gemeindevertreter, Bürger, Winzer, Landwirte, Jäger, – stellten Fragen.

Ich kannte alle. Ich kannte ihre Namen, wusste, wo sie wohnen. Nicht nur das.

Ich wusste ziemlich genau, was sie sagen werden. Ich kannte Statements, bevor sie ausgesprochen wurden – bis auf eine Ausnahme (der Mann war erst in die Region gezogen). Arbeitstechnisch ist das superfein und doch fragt man sich: Wo bleibt der Reiz, wenn man im Vorfeld weiß, wie alles ausgeht?

„Ich mag die Regionen in meinem Heimatbezirk. Ich mag es zu wissen, wie sie ticken. Jetzt will ich erfahren, wie das Waldviertel tickt.“

Ich mag die Regionen in meinem Heimatbezirk, kenne sicher viele Seiten. Ich mag es zu wissen, wie sie ticken; jetzt will ich erfahren, wie das Waldviertel tickt. Das ist ein wichtiger Grund, warum mich mein Weg aus der Weite in den Wald geführt hat; zugegebenermaßen nicht der einzige.

Ich hatte die Chance, Redaktionsleiter-Stellvertreterin in einer neuen NÖN-Ära zu werden, mit beiden Händen ergriffen, auch wenn der Weg zum Arbeitsplatz (Vitis) oder zu Terminen (Bezirke Horn & Waidhofen) weiter ist. Chancen lässt man nicht liegen, besonders nicht, wenn man richtig Freude am Job hat.

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