Was das Waldviertel mit Zürich zu tun hat. Als Fleischhauer fasste Paul Bauer aus Oberstrahlbach in der Schweiz Fuß – und mit ihm kam die NÖN Zwettl mit. „Ich will ja wissen, was zu Hause los ist“, sagt der 71-jährige Pensionist.

Erstellt am 13. Februar 2019 (15:34)
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Die NÖN wird auch ins Ausland verschickt: Ein langjähriger Abonnent der Zwettler Ausgabe ist etwa Paul Bauer aus Oberstrahlbach, der heute in Zürich lebt. „Ich will ja wissen, was zu Hause los ist“, sagt der 71-Jährige, der seit 1998 treuer Leser ist.

Der berufliche Weg des Fleischhauers – oder Metzgers, wie die Schweizer sagen, – führte den Oberstrahlbacher nach seiner Lehre in Zwettl und seiner siebenjährigen Tätigkeit bei der Fleischerei Ramharter in Schrems in die Schweiz. Das war im Juni 1972. „Ich wollte etwas Anderes kennenlernen. Geplant war ein zweijähriger Auslandsaufenthalt, danach wollte ich die Meisterprüfung machen“, erzählt Bauer.

Chef rief, die NÖN kam mit

Mit der Rückkehr ins Waldviertel ist es dann nichts geworden. „Mein Chef, bei dem ich als Metzger gearbeitet habe, ließ mich nicht mehr weg. Er hat mir damals eine Lohnerhöhung von 1.000 Franken gegeben, nur damit ich bei ihm bleibe. Auf die zusätzlichen 8.000 Schilling wollte ich natürlich nicht verzichten“, erzählt Bauer, der damals auch seine Freundin, mit der er seit 45 Jahren glücklich in Zürich lebt, kennenlernte.

2013 trat der Fleischhauer seine Pension an und verbringt seither viel Zeit mit seiner Lebensgefährtin in ihrem Elternhaus im Wallis. Viele Reisen haben die beiden unternommen, unter anderem nach Hawaii oder New York. Die NÖN Zwettl bleibt aber ein wichtiger Bestandteil.

„Oft bringt sie die Post 14 Tage später, aber wenn ich die Zeitung erhalte, dann wird alles genau gelesen. Ich bin ja neugierig, was es Neues gibt“, meint Bauer, der dem Bruder in Oberstrahlbach das Geld für das NÖN-Abo übermittelt: „Wenn er es zahlt, ist es einfacher.“ Die Verbundenheit mit seiner alten Heimat ist da: via Telefon mit seinem Bruder, den er zuletzt 2018 besucht hat, und mit der NÖN – „Auch wenn ich viele Personen, die in der Zeitung sind, nicht mehr kenne.“

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