Mannswörther Runde: Wo die Schwechat zur Donau wird

Ein Naturjuwel, das in unmittelbarer Nähe von Flughafen und OMV den Lärm von Stadt und Industrie vergessen lässt.

Erstellt am 25. August 2021 | 07:00

Nur ein kleines Stück entfernt vom Flughafen Schwechat und der OMV Raffinerie beginnt direkt in Mannswörth ein wunderschöner Naturweg durch den Nationalpark Donauauen. Schon auf den ersten Metern zu Fuß durch die Pappelallee Richtung Brücke sieht man, mit ein bisschen Glück, Rehe grasen. Die Allee selbst ist wie ein grüner Gang in eine andere Welt.

Wenn man von der Zainethbrücke, die über den Schwechatfluss führt, auf seine Ufer blickt, findet man schon die ersten Daubel-Fischerhütten mit ihren quadratischen Hebenetzen. Die Daubel-Fischerei ist eine typisch österreichische Art der Netzfischerei. Auf dieser Wanderung kommt man bei vielen dieser Pfahlbauhütten vorbei. Beim Weitergehen erreicht man nach wenigen 100 Metern den Alberner Leitdamm. Auf einer breiten Forststraße geht es durch einen kleinen Birken- und Buchenwald, der seitlich mit Brombeersträuchern und Brennnesseln bewachsen ist. Es duftet jetzt im Sommer nach frischen Kräutern im Wald.

Doch Achtung: „Gelsenalarm“ nach Regentagen! Daher wäre es ratsam, ein langärmliges Kleidungsstück für die schattigen Teile der Wanderung mitzuführen.

Beim Verlassen des Waldstücks trifft man auf den Treppelweg. Der erhöhte Dammweg Richtung Osten gibt einen weiten Blick auf große Wiesen und Uferbäume der Donau frei. Etwas tiefer unten läuft parallel zum grasbewachsenen Dammweg ein Kiesweg, der auch für Radfahrer gut geeignet ist. An dem Punkt, an dem der Dammweg mit dem Kiesweg zusammenführt, wechselt man auf den Kiesweg, der links nach unten der Donau entgegenführt. Hier geht es wieder durch ein kleines Wäldchen.

Mit etwas Glück seltene Tierarten beobachten

Nach den vielen Regenfällen blühen die Auwiesen des Nationalparks Donauauen in allen Farben, und das Gras leuchtet im satten Grün. Der Wachtelkönig, eine Vogelart, die schon auf der Roten Liste steht, brütet in diesen Wiesen. Seit heuer hat sich auch der Bienenfresser in der Zaineth-Au angesiedelt. Darum heißt es hier achtsam sein. Hunde gehören an die Leine genommen, auch das Leergut mitgebrachter Getränke und Jausen soll wieder mitgenommen werden.

Entlang der weitläufigen Wiesen erreicht man die Mündung der Schwechat in die Donau. Bei niedrigem Wasserstand befindet sich an dieser Stelle ein Uferspitz aus feinem weißen Sand. Ein „Kraftort“, wie die Daubel-Fischer sagen. Hier wird die Donau, gespeist durch das Wasser der Schwechat, wieder um ein ganzes Stück breiter. „Die Donau ist eine Liebe, wie eine junge Frau, wunderschön, manchmal ein bisschen wild, aber auch beruhigend und sanft“, meinte einer der Fischer, der seine Hütte schon 20 Jahre direkt beim Mündungsspitz hat.

Die Tour zum Download fürs GPS-Gerät

NÖN-Wandertipp - Mannswörther Runde.gpx