Runde mit höchstgelegener Burg Niederösterreichs. Die Araburg klärt nicht nur über das Mittelalter auf, sie ist auch Höhepunkt einer feinen Wanderung.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 07. Juli 2021 (07:00)
Die Aaraburg ist die höchstgelegene Burgruine Niederösterreichs auf 800 Metern Seehöhe.
Martin Gruber-Dorninger

Ein schöner Rundwanderweg mit einem knackigen Anstieg bietet eine Tour auf die höchstgelegene Burg Niederösterreichs. Die Araburg liegt auf 800 Metern Seehöhe und ist der Höhepunkt einer dreistündigen Wanderung über 10,6 Kilometer.

Ausgangspunkt ist ein großzügiger Parkplatz gleich in der Nähe des Marktplatzes von Kaumberg, darüber thront die Pfarrkirche St. Michael, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Der Beginn der Route beginnt links vom Kaufhaus Halbwax und führt gemütlich auf einer Straße an Heimatmuseum und Tennisplätzen vorbei und dann entlang des Laabaches. Nach ein paar Minuten zweigt die Straße nach rechts zur Araburg ab. Für nicht ganz so sportliche Wanderer ist die Burg auch so zu erreichen.

Die Straße endet an einem Parkplatz und ein etwa halbstündiger Wanderweg führt dann zur Burg. Der Rundwanderweg geht allerdings geradeaus weiter und an sehr modernen aber auch alten Bauernhäusern vorbei. Beim Waisenhof biegt die Straße rechts ab, begleitet aber weiterhin den Bach. Nach und nach wird es steiler. Dann ist auch die Asphaltstraße zu Ende und die Steigung nimmt weiter zu. Ein kräftiger Schluck aus der Wasserflasche kann nicht schaden, denn nun wird es recht steil und schweißtreibend. Allerdings schützt den Wanderer ein dichtes Blätterdach vor der Sonne.

Der über steile Stiegen erreichbare Turm bietet nicht nur tiefe Einblicke ins Land, sondern auch in die heimische Geschichte. 
Martin Gruber-Dorninger

Etwa eine halbe Stunde geht es nun bergauf, bis eine Schotterstraße den Weg kreuzt. Gegenüber lädt ein Bänkchen zum Ausrasten und Krafttanken ein. Das Schlimmste ist schon überstanden, nur noch wenige Höhenmeter sind am gut markierten Weg zu absolvieren.

Am Weg zur Araburg gibt es auch noch einen wahrlich sensationellen Aussichtspunkt ins Mariental und in die Voralpen. Danach geht es gemütlich auf einem Schotterweg in Richtung Araburg, dem Höhepunkt der Wanderung. Die Burgruine ist die höchstgelegene in ganz Niederösterreich. 5 Euro kostet hier der Durchlass durch ein Drehkreuz, der ins Innere und somit auch ins Burgleben führt. Eine liebevoll gestaltete, multimediale Führung ermöglicht eine kleine Zeitreise ins Mittelalter. Der Schlusspunkt ist der Aussichtsturm.

Eine multimediale Führung auf der Araburg lässt den Wanderer so richtig ins mittelalterliche Leben eintauchen.
Martin Gruber-Dorninger

Zur Stärkung geht es hinunter in das im Burggelände befindliche Restaurant, das eine kleine aber feine Speisekarte führt. Gestärkt geht es nun hinunter nach Kaumberg. Ein Waldweg führt zum Parkplatz, von dort geht es auf Asphalt bis zu einer Abzweigung. Die Route führt links zu einem landwirtschaftlichen Betrieb und von dort über eine Weide bis zu einer Siedlung. Vorbei führt der Weg dann an der Hubertuskapelle, den Friedhof und schlussendlich auch der Kirche, ehe die Wanderung am Kaumberger Marktplatz endet.

Für GPS-Gerät herunterladen:

NÖN-Wandertipp Araburg.gpx

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