Was ist Biogas und was ist der Unterschied zu Erdgas?. Iris Kral, Wissenschaftspreisträgerin des Landes NÖ 2018 von der Uni für Bodenkultur Wien und dem Department für Nachhaltige Agarsysteme gibt die Antwort.

Erstellt am 31. Juli 2020 (14:35)
Rafaela Proell

Beides sind brennbare Gase, aus welchen Energie erzeugt werden kann. Biogas entsteht durch die Umwandlung von nachwachsenden, organischen Stoffen (z.B. Gülle, pflanzliche Abfälle, Silage) und gilt daher als erneuerbarer Energieträger. Der Vorteil von Biogas ist, dass klimawirksame Gase, welche bei der Verbrennung entstehen, meist nur Monate bis Jahre vorher während des Pflanzenwachstums auch gebunden wurden.

Die Verbrennung verläuft quasi klimaneutral. Erdgas und andere fossile Energieträger hingegen haben sich über Jahrmillionen gebildet und brauchen ebenso lange, um sich zu regenerieren. Da sie aber innerhalb von sehr kurzer Zeit genutzt, also verbrannt wurden und noch immer werden, zählen sie heute zu den Hauptverursachern des Klimawandels.

Iris Kral, Wissenschaftspreisträgerin des Landes NÖ 2018 von der Uni für Bodenkultur Wien und dem Department für Nachhaltige Agarsysteme