Wie könnte die Fischzucht der Zukunft aussehen?. Martin Kainz, WasserCluster - Biologische Station Lunz, Donau-Universität Krems, gibt die Antwort.

Erstellt am 31. Juli 2020 (14:35)
Martin Kainz, WasserCluster - Biologische Station Lunz, Donau-Universität Krems
Martin Kainz

Zuerst ein Blick auf die Welt. Wir erzeugen weltweit 80 Millionen Tonnen Fisch pro Jahr, Tendenz steigend, und das wird sich auch in der Zukunft nicht stark ändern, denn wir werden 2050 bereits über 10 Milliarden Menschen auf der Erde sein, die versorgt werden müssen (gegenwärtig 7.7 Milliarden Menschen) und da spielt der Fisch kulturell eine große Rolle. 

Die meist gegessenen Fische weltweit sind die Karpfenartigen! Diese Fische werden also auch in Zukunft steigen, was vorteilhaft ist. Denn, karpfenartige Fische brauchen kein Fischmehl aus dem Meer, sie fressen vorwiegend Pflanzen und Tiere aus den Fischteichen wie Zufutter aus Getreide. Ferner brauchen die Karpfen im Gegensatz zu Forellen und Saiblinge nicht so kaltes Wasser, das in Zeiten des Klimawandels immer wärmer wird und schliesslich zu warm für Forellen und Saiblinge. Nachhaltig ist Karpfen sicherlich, heute und wahrscheinlich auch in der Zukunft.

Martin Kainz, WasserCluster - Biologische Station Lunz, Donau-Universität Krems