Wie lange dauert eine Coronavirus-Erkrankung?

Wie lange ist man krank, wenn man sich mit dem neuen Coronavirus ansteckt?

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Corona Coronavirus Symbolbild
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So einfach die Frage klingt, so schwierig ist sie zu beantworten. Weder gibt es einen nur für diese Erkrankung typischen Verlauf, noch eine festgelegte Dauer. Bekannt ist, dass die häufigsten Symptome der durch den neuen Coronavirus ausgelösten Erkrankung (=COVID-19) Fieber, Müdigkeit und trockener Husten sind.

Mehr als 80% der Erkrankungen verlaufen mit milder Symptomatik. Hat man Kontakt zu einer infektiösen Person, erkrankt man in der Regel nicht sofort. Die Zeitspanne zwischen Kontakt mit dem Virus bis zum Einsetzen der Symptome wird Inkubationszeit genannt. Diese beträgt bei den meisten Personen mit COVID-19 fünf Tage, kann aber von einem bis zu 14 Tagen reichen. Die Dauer der Symptomatik ist von Person zu Person unterschiedlich und von der Schwere der Erkrankung beziehungsweise vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten abhängig. Je schwerer der Verlauf, desto länger dauern die Symptome an.

Genaue Studienergebnisse über die Dauer von COVID-19 liegen derzeit nicht vor. Der Grund dafür ist, dass der momentane Forschungsschwerpunkt an der Erkennung und der Therapie der Erkrankung sowie der möglichen Infektionsdauer liegt. Von der bisherigen Erfahrung wird im Durchschnitt von einem mit der Grippe vergleichbaren Zeitrahmen von 10-14 Tagen ausgegangen. Klinisch gesund ist man dann, wenn man ohne Medikamente symptomfrei ist. Doch um aus der häuslichen Isolation entlassen zu werden, müssen offizielle Kriterien erfüllt werden.

Für milde Verläufe ohne Krankenhausaufenthalt ist das Beenden der Heimisolation frühestens 14 Tage nach Symptombeginn und einer Symptomfreiheit von mindestens 48 Stunden möglich. Je nach Schwere der Erkrankung, ob ein Krankenhaushalt notwendig war oder nicht sowie des Wohnortes (Pflegewohnheim etc.) unterscheiden sich die Kriterien. Sollte es Sie betreffen, werden Sie von Ihren behandelnden Ärzten bzw. von der zuständigen Behörde über die für Sie geltenden Regeln informiert.

Verena Mayr, Donau-Universität Krems, Department für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation