Wasserturm: Wahrzeichen der Stadt Wiener Neustadt

Erstellt am 05. Juni 2022 | 05:49
Lesezeit: 2 Min
Der Wasserturm prägt seit über 100 Jahren die Skyline von Wiener Neustadt. Aktuell ist er dauerhaft für Führungen geöffnet.
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Er ziert die Skyline der Stadt, ist touristisches Aushängeschild und von Postkarten und Souvenirs nicht mehr wegzudenken: In den mehr als 110 Jahren seines Bestehens ist der Wasserturm zum Wahrzeichen für Wiener Neustadt geworden.

Gebaut wurde er in einer Zeit, als die Bevölkerung der Stadt stetig wuchs – eine Parallele zur Gegenwart. Nachdem die Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf rund 30.000 Einwohner angewachsen war, musste die Wasserversorgung für die „Allzeit Getreue“ neu gedacht werden. Neben vielen privaten Brunnen gab es damals nur einige öffentliche Brunnen und Wasserläufe, die für die Wasserversorgung herangezogen wurden. Mit dem Wasserturm, der in den Jahren 1909/1910 nach Plänen der Wiener Architekten Siegfried Theiß und Hans Jaksch von der Firma Koblischek gebaut wurde, verbesserte sich einerseits die Versorgung und andererseits auch die Hygiene. Durch den Turm war es nun auch möglich geworden, dass die Stadt sauberes Trinkwasser lieferte – und zwar auch in mehrstöckige Gebäude.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Wasserturm bei Bombenangriffen auf die Stadt im Jahr 1945 zerstört. Nach dem Krieg wurde er – sehr ähnlich dem Original – wieder aufgebaut und 1951 wieder in Betrieb genommen.

In den vergangenen Monaten ist der Wasserturm einmal mehr in den Fokus der Wiener Neustädter gerückt: Einerseits durch das Wasserspektakel „Aquaphonix“, mit dem im Herbst 2021 der 110. Geburtstag des Turms gefeiert wurde. Andererseits durch die Führungen im Turm, die seit dem Vorjahr angeboten werden – bis Ende September finden sie jeden Freitag statt.

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