Achtersee-Areal: Die nächsten Schritte. Heuer kein gebührenpflichtiges Parken am Achtersee, gesamtes Projekt wird über den Sommer überarbeitet.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 18. Mai 2015 (07:33)
NOEN, Fotos: Schranz
ÖVP-Stadtrat und Projektleiter Franz Dinhobl (links) und Baudirektor Manfred Korzil (dahinter) informierten die Anrainer über die neuesten Entwicklungen am Achtersee.

Noch ist der Achtersee kein Badeparadies – und wird es diesen Sommer auch noch nicht. Das wurde bei der Info-Veranstaltung von ÖVP-Stadtrat und Projektleiter Franz Dinhobl sichtbar. Die Liegewiese wächst erst an, Schatten spendende Bäume sowie Infrastruktur fehlen. Gemeinsam mit Baudirektor Manfred Korzil und Architekt Karl Scheibenreif wurde rund 70 Interessierten, darunter viele Anrainer, ein Status quo sowie ein Blick in die Zukunft präsentiert. Klar ist nach wie vor: Das gesamte Projekt wird über den Sommer überarbeitet – in welche Richtung es gehen wird (Seebad, Naturbadesee, etc...) ist noch nicht fixiert. Einzelne Punkte werden dennoch noch heuer erledigt:

• Die hohe und steile Böschung zum Ufer war einer der Kritikpunkte der Bürger vor Ort. Laut Stadtrat Dinhobl werden in den nächsten Tagen zwei Zugänge zum See geschaffen. Dazu wird laut Architekt Scheibenreif geprüft, ob es möglich ist, eine Liege-Ebene in die Böschung einzuziehen.

• Der rund 15 Meter breite „Pflegestreifen“ rund um den See zwischen Ufer und Liegewiese wird überdacht. „Diese Trennung macht keinen Sinn“, so Dinhobl. Der Weg soll deswegen hinter die Liegewiese verlegt werden.

• Heuer wird es über den Sommer kein gebührenpflichtiges Parken geben. Im ursprünglichen Projekt war ja Gebührenpflicht beim Parkplatz über die Zufahrt Brunner Straße vorgesehen. Das hätte auch von den stadteigenen Parksheriffs kontrolliert werden sollen.

• Heiß diskutiert wurde vor Ort auch die Vegetation. Bisher wurden nur wenig Zentimeter hohe Bäumchen gepflanzt, zwei bis drei Meter hohe Bäume sollen folgen. Allerdings betonte eine Experte des Magistrats auch, dass es auch hier mehrere Jahre dauern würde, bis diese Schatten spenden würden. Pro Jahr würden Bäume rund 30-50 Zentimeter wachsen, wobei es im ersten Jahr kaum Fortschritte geben würde. Auch die Liegewiese ist derzeit noch nicht benutzbar. Das wird ebenfalls noch dauern – zwei bis drei Monate mindestens, das würde jedoch stark von der Witterung abhängen.

• Angesprochen wurde von den Anwohnern auch das Thema Sicherheit. Schon heuer soll der Securitydienst der Stadt, der derzeit in der Partyszene in der Innenstadt patrouilliert, auch am See-Areal auf „Streife“ gehen.

• Gefordert wurde von den Anrainern ein Spielplatz, der würde in der gesamten Siedlung fehlen. Der am See-Areal vorgesehene Spielplatz wird heuer aber noch nicht kommen, so Dinhobl, „dann wäre die Liegewiese wieder kaputt“.

• Insgesamt wurden bei der Info-Veranstaltung viele Fragen gestellt, man merkte: Vielen Bürgern fehlt bei dem Projekt aufgrund der Komplexität der Durchblick. Für Stadtrat Franz Dinhobl positiv: „Ich habe gemerkt, dass die Leute den Baustopp verstanden haben. Ihnen ist klar, dass hier heuer noch nichts entstehen kann.“ Im Publikum war neben Grünen-Nationalrätin Tanja Windbüchler-Souschill auch SPÖ-Vizebürgermeister Horst Karas, der vor dem Regierungswechsel Projektleiter war.

• Er meldete sich im Zuge der Veranstaltung zwar nicht zu Wort, meinte aber gegenüber der NÖN, dass etwa der Spielplatz schon hätte stehen können, der sei schon im Detail geplant gewesen. Auch die Bäume für die Bepflanzung würden bereitstehen – laut ihm hätte das Projekt heuer realisiert werden können. Tanja Windbüchler-Souschill fordert bei den Neuplanungen eine starke Einbindung der Bevölkerung. „Das ist zwar schwierig, aber machbar.“