Kindergarten: 30 neue Gruppen in vier Jahren. Mit den neuen Gruppen soll in Wiener Neustadt die Warteliste der Zweieinhalb- und Dreijährigen zur Gänze abgebaut werden.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 14. Januar 2020 (05:21)
Rainer Mock (Magistrat Wiener Neustadt/Geschäftsbereichsleiter Soziales, Gesellschaft und Sport), Bürgermeister Klaus Schneeberger und Vizebürgermeister Bildungsstadtrat Christian Stocker.
Hacker-Walton

Die Stadt wächst – und damit auch der Bedarf an Plätzen in Kindergärten und Schulen. Dem will die Stadtspitze nun mit einer Ausbauinitiative begegnen, die vor allem die Kindergärten betrifft: Bis zum Jahr 2024 sollen 30 neue Gruppen in Kindergärten und Tagesbetreuungseinrichtungen geschaffen werden. „Wir stehen einem Zuzug gegenüber, der umfassende Investitionen erfordert“, sagt Bildungsstadtrat Christian Stocker (ÖVP).

Mit dem Ausbau (siehe Infos unten) soll auch die Warteliste für Plätze in öffentlichen Kindergärten sukzessive abgebaut werden: Wie berichtet, war der Bedarf an Einstiegsplätzen für Zweieinhalb und Dreijährige im Vorjahr nur zu zwei Drittel abgedeckt; 180 Kinder hatten keinen Platz erhalten, die die erst im Lauf des Kindergartenjahres zweieinhalb Jahre alt wurden oder nicht bei der Einschreibung waren.

Damit soll Schluss sein: „So eine Warteliste ist immer eine Momentaufnahme. Ziel ist jedenfalls, in drei bis vier Jahren auf Null zu kommen“, so Stocker.

Weitere Schulklassen geplant

Ausgebaut werden auch die Schulklassen: Die Volksschule Bürgermeister Hans Barwitzius wird bis Herbst 2021 von acht auf 16 Klassen aufgestockt. Kostenpunkt: 3,8 Millionen Euro. Zudem wurden alle Volksschulen auf die Möglichkeit zu Zu- und Umbauten überprüft, für den Fall, dass der Bedarf an Schulklassen weiter wächst.

„Das zeigt, wie wichtig uns in der Stadt der Bildungsbereich ist“, sagt Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP). Er will künftig verstärkt neben den Turnhallen auch die Freiplätze der städtischen Schulen für Jugendliche öffnen: „Wir öffnen die Schul-Sportplätze, hier gibt es ungenützte Ressourcen.“

Eine positive Bilanz zogen Schneeberger und Stocker zu den Deutschförderklassen, bei denen die Stadt Modellregion für den Bund war: Von 128 Schülern aus den Förderklassen im Schuljahr 2018/19 sind im aktuellen Schuljahr 30 in den ordentlichen Status gekommen, 46 in den Deutschförderkurs gewechselt. 40 Schüler blieben in der Deutschförderklasse, zwölf sind verzogen.