Krankenhäuser wegen Corona im Notfallbetrieb

Erstellt am 21. März 2022 | 12:30
Lesezeit: 2 Min
Landesklinikum Krankenhaus Wiener Neustadt
Foto: Franz Baldauf
Standorte Wiener Neustadt, Baden-Mödling und Neunkirchen verschieben planbare Operationen für mindestens zwei Wochen. Akut-Versorgung bleibt damit gewährleistet.
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Die aktuelle Corona-Lage geht an den Krankenhäusern der Thermenregion nichts spurlos vorüber. Aufgrund der zahlreichen Ausfälle bei Ärzten und Pflegern sind die Spitäler Neunkirchen, Baden-Mödling und Wiener Neustadt derzeit im Notfall-Betrieb. Rund 20 Prozent des Personals sind derzeit in Quarantäne oder abgesondert. Das hat jetzt auch spürbare Auswirkungen auf den Krankenhaus-Betrieb: Planbare Operationen, wie etwa ein Eingriff an der Hüfte oder an der Leiste, werden derzeit nicht durchgeführt. „Wir rechnen damit, dass in zwei Wochen wieder eine Entspannung eintreten könnte“, sagt Ludwig Gold, Geschäftsführer der Gesundheit Thermenregion GmbH. Falls nicht, müsse der Notfall-Betrieb länger aufrecht erhalten werden.

Betont wurde bei einer Pressekonferenz, dass alle Notfälle, wie etwa Verletzungen nach einem Autounfall, Herzinfarkt oder Schlaganfall weiter behandelt werden. „Mit den gesetzten Maßnahmen ist die Akut-Versorgung für die Bevölkerung weiterhin gewährleistet“, erklärt Johann Pidlich, ärztlicher Direktor des Landesklinikums Baden-Mödling, „es werden nur jene Eingriffe verschoben, wo eine Verschiebung beim Patienten keinen Schaden anrichtet.“

Um die Versorgung sicherzustellen, werde sowohl Personal als auch Patienten innerhalb der Thermenregion für Behandlungen und Untersuchungen in andere Krankenhäuser verlegt. Und  Wiener Neustadts ärztlicher Direktor Ojan Assadian, er ist Infektiologe, warnt: „Eine Erkrankung mit der Omikron-Variante ist keine leichte Erkrankung. Wir haben es nur der guten Immunitäts-Lage in Österreich zu verdanken, dass die Situation nicht schlimmer ist.“

Dass infiziertes Personal ohne Symptome wieder freiwillig arbeiten gehen könne, müsse man individuell und von Fall zu Fall entscheiden, so Assadian. Allerdings seien derzeit ein Großteil der Infizierten auch erkrankt, diese Maßnahme würde deswegen derzeit auch nicht maßgeblich zur Entspannung der Situation beitragen, so der Mediziner. 

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