Musikstars im Wohnzimmer in Wiener Neustadt

Der Exil-Wiener Neustädter Herbert Höller portraitiert mit Acryl bekannte Künstler. Für seine erste Vernissage kehrt er nun in sein ehemaliges Stammlokal zurück.

Christian Feigl
Christian Feigl Erstellt am 24. September 2021 | 06:26
wohnzimmer musik
Herbert Höller mit seinen Portraits von Nick Cave und Nina Hagen.
Foto: Feigl

Heimkommen. Wenn Herbert Höller am kommenden Sonntag, dem 26. September, ab 15 Uhr seine erste Ausstellung im Restaurant „Zum Einhorn“ eröffnet, dann ist das für ihn ein Stück Heimat in zweifacher Hinsicht: Zum einen lebt und arbeitet der gebürtige Wiener Neustädter seit geraumer Zeit in der norddeutschen Hafenstadt Wismar als Bauingenieur, zum anderen war das Lokal in der Singergasse für ihn auch immer so etwas wie sein Wohnzimmer.

„Ich bin dort stundenlang mit Freunden gesessen, wir haben diskutiert, Musik gehört oder einfach nur Spaß gehabt“, erinnert sich der 50-Jährige an längst vergangene Tage. Umso mehr freut es ihn, dass er dort zum ersten Mal seine Bilder präsentieren darf. Durch eine Beziehung vor acht Jahren zur Malerei gekommen, nimmt in der Kunst ein weiteres großes Hobby einen fixen Bestandteil ein: die Musik. Höller malt hauptsächlich Portraits in Schwarz/Weiß und das in großer Menge von bekannten Musikern.

„Der Anfang war nicht leicht, ich hatte ziemliche Angst davor, Portraits zu malen. Aber da Musik mein Lebensbegleiter ist, war die Richtung bald klar“ Herbert Höller

„Natürlich habe auch ich mit der Landschaftsmalerei begonnen, aber bald umgesattelt. Der Anfang war nicht leicht, ich hatte ziemliche Angst davor, Portraits zu malen. Aber da Musik mein Lebensbegleiter ist, war die Richtung bald klar“, erzählt der Autodidakt. Sein Oeuvre reicht von Nina Hagen über Johnny Cash bis hin zu Nick Cave – Musik, die er auch selbst mag und liebt. Gemalt wird ausschließlich mit Acryl und mittlerweile hat er sich in dem Metier auch als Auftragskünstler einen Namen gemacht.

Im Einhorn wird er an diesem einen Tag 25 seiner Werke präsentieren. Kommen kann jeder, der sich dafür interessiert. Die Bilder können auch vor Ort erworben werden. „Ich freue mich sehr, da es auch ein Treffen mit alten Freunden wird“, so Höller. Und natürlich wird es dabei auch die eine oder andere musikalische Überraschung geben.