Architektur-Preis für Kasematten. Die Neugestaltung für die Landesausstellung wurde in Slowenien mit dem Piranesi Award 2019 ausgezeichnet.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 11. Dezember 2019 (11:48)
David Schreyer

Die Kasematten finden internationale Beachtung: Bei den 37. Architekturtagen im slowenischen Piran wurde die Neugestaltung anlässlich der diesjährigen Landesausstellung unter 47 Projekten aus zehn Ländern zum Sieger erkoren und das Architekturbüro Bevk Perovic mit dem Internationalen Piranesi Award 2019 ausgezeichnet.

Die Begründung der internationalen Fachjury: „Das Konzept vereint das neue Gebäude erfolgreich mit dem alten. Dies wird erreicht, indem behutsam Wege durch die beiden Gebäude gewoben werden und durchdachte Größenverhältnisse entwickelt werden.“

„Für uns ist es ein großer Erfolg, weil es für das Projekt viel Aufmerksamkeit auf fachlicher Ebene bedeutet“, sagt Johannes Paar vom slowenischen Architekturbüro Bevk Perovic im Gespräch mit der NÖN.

„Große Aufwertung für die Stadt“

„Der Piranesi Award wird seit Jahrzehnten an die besten Architekturprojekte im zentraleuropäischen Raum vergeben, so eine Auszeichnung zieht auch weite Kreise über das Fachpublikum hinaus“, ist sich Paar sicher: „Es ist natürlich auch eine Auszeichnung für die Stadt und die Auftraggeber, weil hier eine große Qualität entstanden ist. Dieser Ort, der jahrzehntelang versteckt war, ist wieder ins Zentrum gerückt.“

Mit dem Vorplatz in der Bahngasse ist aus Paars Sicht „ein neuer öffentlicher Raum entstanden, der eine große Aufwertung und Bereicherung für die Stadt bedeutet.“

Bei der Preisvergabe stand in diesem Jahr das „Bauen im Bestand“ im Fokus. Paar sagt, es sei dem Architektenteam bei der Neugestaltung des Kasematten-Areals von Anfang an wichtig gewesen, auf den Bestand und den Standort einzugehen: „Wir wollten keine expressive Architektur hinsetzen, die sich selbst in den Vordergrund stellt, sondern die einen harmonischen Dialog mit dem alten Bestand und den Materialien eingeht.“

Paar betont auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt: „Mit einem solchen Auftraggeber an der Seite kann man gemeinsam Projekte schaffen, die Qualität haben – und die wird dann auch prämiert.“