Lebens.Med schafft Ressourcen. Reha schließt auf Verordnung des Gesundheitsministers. Klinik arbeitet weiter und steht in Kontakt mit Landesklinikum Wiener Neustadt.

Von Stefan Zehetner. Erstellt am 23. März 2020 (14:44)
Das Lebens.Med-Zentrum in Bad Erlach
NÖN/Lebens-Med-Zentrum

Am Freitag wurde die Onkologische Rehabilitation des Lebens.Med Zentrums Bad Erlach geschlossen. Man folgte mit dieser Maßnahme der am Dienstag von Grünen-Gesundheitsminister Rudolf Anschuber angekündigten Verordnung, alle Reha- und Kureinrichtungen am Wochenende zu schließen. Die freiwerdenden Ressourcen sollen der Betreuung von Coronavirus Erkrankten dienen und damit die Spitäler entlasten.

Das Lebens.Med Zentrum Bad Erlach beobachtete die Geschehnisse rund um die Ausbreitung des COVID-19-Virus und die dafür notwendigen Eindämmungsmaßnahmen schon über mehrere Wochen. Ein eigener Krisenstab um Geschäftsführerin Karin Weißenböck überlegte Maßnahmen zum Wohl der Patienten, Mitarbeiter und Partner, wozu die NÖ Landeskliniken Holding gehört. „Wir mussten die jeweils gegenwärtige Situation immer wieder neu bewerten und darum basierend unser Handeln abstimmen“, sagt Weißenböck.

Die Lebens.Med Klinik wird also auch weiterhin – mit den derzeit verordneten Einschränkungen, beispielsweise dem Besuchsverbot – in Betrieb bleiben. „Wir sind diesbezüglich in enger Abstimmung mit dem Landesklinikum Wiener Neustadt und werden auch in dieser Phase eng zusammenarbeiten“, so Weißenböck.

Patienten mit Behandlungsbedarf sollen weiter betreut werden

Die vorläufige Schließung der Onkologischen Rehabilitation wurde mit großer Sorgfalt vorbereitet. Patienten mit Behandlungsbedarf sollen, auch nach der Verordnung des Gesundheitsministers, weiter betreut werden. Bei allen Patienten wurde vor der Entlassung aus der Reha darauf geachtet, dass eine Übergabe in „häusliche Obhut“ vertretbar ist.

Bleibt zu hoffen, dass die freiwerdenden Ressourcen nicht in großem Maße benötigt werden. „Ich wünsche mir für die Gesundheit von uns allen, dass die notwendigen Maßnahmen demnächst Wirkung zeigen“, sagt Weißenböck, „Ein großer Dank gilt allen unseren Mitarbeitern, die vor allem in den letzten, sehr belastenden Tagen, mit Zusammenhalt und Motivation für einen koordinierten Ablauf sorgten und im Sinne von Gemeinsam für gesunde Perspektiven auch weiterhin für die Patienten in der Lebens.Med Klinik da sein werden. Ich freue mich, dass wir so großartige Menschen in unserem Team haben.“