Bäume und Sträucher entlang der Bahn weg. Richtung Winzendorf wurde weiter gerodet. ÖBB betonen Sicherheitsaspekt. Grüne fordern bessere Information.

Von Philipp Hacker-Walton. Erstellt am 25. Februar 2020 (05:51)
Geschnittene Bäume beim Bahnübergang neben dem Spar-Markt.
Philipp Hacker-Walton

Groß war die Aufregung, als vor zwei Wochen entlang der Bahn zwischen Wiener Neustadt und Bad Fischau-Brunn Bäume und Sträucher gerodet wurden (die NÖN berichtet). Vergangene Woche wurde weiter fleißig geschnitten – neben der Bahn Richtung Winzendorf. Zahlreiche Bürger machten ihrem Ärger darüber in Anrufen und Mails an die NÖN Luft. Der Tenor: Ist es wirklich notwendig, so radikal zu roden?

Nicht nur Sträucher, auch Bäume mussten weichen.
PHW

ÖVP-Bürgermeister Reinhard Knobloch sieht die Sache recht unaufgeregt: „Ich bin in einem Alter, wo ich sicher schon dreimal gesehen habe, dass alles geschnitten wird – und dreimal ist es wieder nachgewachsen.“ Zu überlegen sei, ob man in kürzeren Abständen schneide – dann wirke es nicht so drastisch.

Grüne-Gemeinderätin Barbara Posch fordert „sensibleres Vorgehen“ seitens der ÖBB: „Auch bessere Informationen im Vorfeld wären gefragt, damit die Gemeinde die Bevölkerung informieren kann.“ Dass die ÖBB aus Sicherheitsgründen zurückschneiden müsse, sei verständlich, so Posch.

Aber: „Wenn die ÖBB wirklich ökologisch sorgfältig vorgehen will, wäre es schön, wenn nicht so radikal und auf so langen Abschnitten durchgehend alles geschnitten wird, dann könnten auch die Tiere ihren Platz woanders finden.“