Nissel auf Rückzug. „ATV-Lovecoach“ Robert Nissel wird doch nicht zum „Politcoach“ und kandidiert nicht als FPÖ-Gemeinderat.

Von Tina Jedlicka. Erstellt am 27. Oktober 2014 (08:25)
NOEN, Burggraf
Robert Nissel wird doch nicht als Gemeinderat kandidieren.

„Es geht sich zeitlich nicht aus“, nennt Robert Nissel als Argument dafür, dass er doch nicht für die FPÖ als Kandidat für die Gemeinderatswahl 2015 in Bad Fischau-Brunn antreten wird. Da er neben der Reihenhausanlage in Bad Fischau auch ein Haus auf den Philipinen (der Heimat seiner Frau) errichtet und dort einige Monate im Jahr verbringen will, habe er zu wenig Zeit.

„Es gab so viel Gegenwind"

Ob er überhaupt kandidieren könnte, weil er aktuell noch nicht in der Gemeinde wohnt, wisse er gar nicht: „Ich habe mich damit gar nicht auseinandergesetzt, ob ich in der Wählerliste bin.“ Was er auch nicht erwartet hätte, waren die Reaktionen einiger Medien und auf Facebook nach dem NÖN-Artikel in der Vorwoche.

„Eigenartigerweise gab es so viel Gegenwind. Aber es ist interessant, dass ich so polarisiere. Auch die, die mich nicht mögen, melden sich zu Wort. Also irgendwas ist da ja dann doch, sonst wäre ich ihnen ja egal.“

„Klar bin ich nicht ‚normal‘"

ATV sei von seinem Vorhaben, in die Politik gehen zu wollen, auch nicht besonders begeistert gewesen, meint Nissel. Er findet es schade, dass ihn viele mit seiner „Figur“ auf ATV vermischen. „Realität und Fernsehen sind für viele eines. Klar bin ich nicht ‚normal‘, aber ich überdrehe im Fernsehen, damit es interessant wird“, erklärt Nissel.

Er, der reale Nissel sei sehr bodenständig. Natürlich habe er sich mit energetischer Arbeit beschäftigt, aber das könne eben nicht jeder nachvollziehen.

Den „Shitstorm“ im Internet habe er auf die Kultfigur Nissel bezogen und daher nicht so ernst genommen. Er habe keine negativen Absichten gehabt und könne sich vorstellen, irgendwann eine Liste zu gründen, eine die politisch in der „Mitte“ angesiedelt sei.