Spatenstich: CO2 ist Held im Kurort. Startschuss für 2,8-Millionen- Projekt, das positive Bedeutung von Kohlensäuregas aufzeigen soll.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. April 2019 (04:04)
Anton Koll
Spatenstich: Gemeinderat Gerhard Schrammel (UBBS), ÖVP-Vize Manfred Freiler, Renate Handler, Baumeister Walter Handler, Landesrätin Petra Bohuslav, Ortschef Feri Schwarz, ÖVP-Gemeinderat Alfred Weber, Regionsobmann Fritz Trimmel und Markus Fürst (Wiener Alpen).

In der Vorwoche war ÖVP-Wirtschafslandesrätin Petra Bohuslav zu Gast in Bad Schönau. Grund dafür war der Spatenstich für ein 2,8-Millionen-Projekt, mit dem die Kurgemeinde anstehende Herausforderungen in der Zukunft bewältigen möchte – das „Sconarium“. Der Name leitet sich von „Sconnawe“, der ersten urkundlichen Erwähnung der Gemeinde Bad Schönau (1267) und dem lateinischen Wort „Arium“ (Raum) ab. Für ÖVP-Bürgermeister Feri Schwarz ist die Errichtung des Gebäudes ein wichtiger Meilenstein.

Mit der Einrichtung soll einerseits auf das natürliche Heilmittelvorkommen, die Bedeutung und die Wirkung des Mineralwassers und das frei aufsteigende Kohlensäuregas eingegangen werden. „Wir möchten damit unsere vor Ort befindlichen Gäste aber auch die vielen Besucher und Ausflügler anregen, dieses einzigartige Heilmittel für sich zu entdecken“, so Schwarz.

Andererseits wird das „Sconarium“ über einen Kultursaal verfügen, der rund 260 Personen Platz bieten wird.

Das Land Niederösterreich und die Wirtschaftsagentur des Landes – ecoplus – werden das Projekt fördern. Immerhin ist Bad Schönau mittlerweile eine der bedeutendsten Kurgemeinden in Österreich und eine der nächtigungsstärksten Gemeinden in Niederösterreich.

Bewusstmachung gegen große Herausforderung

Ihren Beginn hatte die Entwicklung der Gemeinde als Kurort in den Jahren 1913/14 als bei Probebohrungen nach Braunkohle, zufällig eine Mineralwasserquelle entdeckt und im Jahr 1953 zur Heilquelle ernannt wurde.

„Ganz allgemein kann gesagt werden, dass auf Kurorte in Zukunft große Herausforderungen zukommen. Einerseits werden Kurbewilligungen immer restriktiver erteilt und andererseits bekommen traditionelle Kurgemeinden mehr und mehr Konkurrenz durch von Sozialversicherungsträgern selbst errichtete Gesundheitseinrichtungen. Damit werden traditionelle Kurgemeinden zunehmend austauschbar“, erklärt Schwarz, warum das „Sconarium“ auch in Abstimmung mit den Gesundheitsbetrieben im Ort beschlossen worden ist.

Realisiert wird das Projekt von der Bad Schönauer Firma Handler, die als Sieger einer österreichweiten Ausschreibung hervorging.

Geplant wurde das Objekt von Architekt Itai Margula mit der Ateliermauch GmbH. Die Ausstellungsinszenierung wird von „checkpointmedia“ (Wien) geplant.