Ärger über Rodung in Wr. Neustadt. Entlang der Bahngleise in der Wohlfahrtgasse wurden Bäume entfernt. Die ÖBB spricht von Gefahrenbeseitigung.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 14. Januar 2021 (03:45)
Der betroffene Bahndamm gibt derzeit ein trostloses Bild ab.
Schranz

Sowohl Anrainern als auch Spaziergängern sind die – angekündigten – Baumschnittarbeiten entlang des Bahndamms in der Wohlfahrtgasse nicht entgangen. Einige von ihnen meldeten sich auch bei der NÖN. Der Tenor: Die Arbeiten seien gar streng ausgefallen, von den Bäumen und Sträuchern sei nichts mehr übrig geblieben – was sich bei einem Lokalaugenschein bestätigte.

Die NÖN fragte bei den ÖBB nach. Dort heißt es, dass die ÖBB-Infrastruktur AG als Eigentümer von Eisenbahninfrastrukturanlagen per Gesetz dazu verpflichtet sei, diese vor Gefahren zu schützen, zu erhalten und für einen sicheren Bahnbetrieb zu sorgen. Beim gefällten Baumbestand handle es sich um Laubhölzer, die nach einem Komplett-Rückschnitt vor 25 Jahren aus Stock- und Wurzelaustrieben entstanden sind.

„Sie stockten auf dem Bahndamm und im Gefährdungsbereich der Lärmschutzwand, der Fahrleitung und den Gleisen. Ebenso befanden sie sich im direkten Einflussbereich zum bahnbegleitenden Radweg“, so ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif. Zur Sicherheit der Spaziergänger und Radfahrer hätte man handeln müssen. Die Wurzelstücke seien im Boden belassen worden – noch in diesem Jahr sollte es einen ein bis zwei Meter hohen Bewuchs des Bahndamms geben, so die ÖBB.