Arbeiten nur mit Nachweis

Groß- und Kleinbetriebe in Stadt und Bezirk nehmen neue Regelung gelassen in Kauf.

Erstellt am 10. November 2021 | 04:32
Arbeiten nur mit Nachweis im Bezirk Wiener Neustadt
Bei Koloszar Medizintechnik sieht man die neue 3G-Regel gelassen. Am Foto: Verkaufsleiter und Prokurist Marco Sodomka und Geschäftsführer Stefan Koloszar.

 
Foto: zVg

Seit Anfang November gibt es sie nun auch am Arbeitsplatz: die 3G-Regel. Nur wer getestet, genesen oder geimpft ist, darf sich seit Monatsbeginn am Arbeitsplatz aufhalten. Die Kontrolle der von der Regierung vorgegeben Regel liegt bei den Firmen. Die NÖN startete deshalb bei großen und kleinen Betrieben einen Rundruf und fragte nach, wie Firmenleiter und Mitarbeiter mit der neuen Situation umgehen.

„Der Schutz und die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist uns sehr wichtig“
Bernhard Mucherl, Geschäftsführer  Murexin

Beim Bauchemiehersteller Murexin in Wiener Neustadt setzte man bei rund 400 Mitarbeitern schon seit Längerem auf die 3G-Regel. „Der Schutz und die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist uns sehr wichtig, ebenso wie eine Aufrechterhaltung unserer Produktion und die Funktionalität der Abteilungen, welche nur sichergestellt sind, wenn es nicht vermehrt zu Infektionen kommt“, meint Bernhard Mucherl, Geschäftsführer bei Murexin. Im Unternehmen sei für diese Regelung seitens der Mitarbeiter viel Akzeptanz da, auch die Gäste werden lückenlos kontrolliert.

Anzeige

„Die Abteilungsleiter kontrollieren stichprobenartig. Wir haben auch Aushänge, mit denen wir auf die neuen Regelungen hinweisen“ Wolfgang Nemetz

Ähnlich ist die Lage in der Eisengießerei von Wolfgang Nemetz. Hier gilt es rund 100 Mitarbeiter täglich zu kontrollieren. „Die Abteilungsleiter kontrollieren stichprobenartig. Wir haben auch Aushänge, mit denen wir auf die neuen Regelungen hinweisen“, so Nemetz. Er sieht die neuen Vorgaben jedoch als Herausforderung für das Unternehmen: „Es ist schon ein Zeitaufwand, der uns Energie kostet. Aber es ist eine Sache, die zurzeit leider notwendig ist!“

Für den Medizintechniker Stefan Koloszar und seine 25 Mitarbeiter sei die neue 3G-Regelung am Arbeitsplatz absolut kein Mehraufwand: „Nachdem wir uns in der Notfallmedizin befinden, sind wir fast zu 100 Prozent durchgeimpft“, so der Geschäftsführer. Jene Mitarbeiter, die sich testen lassen müssen, haben die Möglichkeit, die innerbetriebliche Antigen-Teststraße aufzusuchen. Wenn diese nicht mehr gültig sind, dann werde man sich für die PCR-Tests einen anderen Anbieter, etwa eine Apotheke, suchen.

Umfrage beendet

  • Seid ihr mit dem PCR-Testangebot in eurer Region zufrieden?