Betonwerk: Festnahmen nach Kontrolle von Finanzpolizei.

Von Mathias Schranz. Erstellt am 12. November 2020 (14:46)
Strenge Kontrollen durch die Finanzpolizei
APA/Symbolbild

Die Kontrolle einer Subfirma in einem Betonwerk im Raum Wiener Neustadt führte zu zahlreichen Anzeigen der Finanzpolizei und hatte auch zwei Festnahmen zur Folge. Einer der angetroffenen Arbeiter flüchtete, um sich der Kontrolle zu entziehen. „Steuer- und Abgabenbetrug führen zu Wettbewerbsverzerrungen und schaden der Wirtschaft und jedem einzelnen, der dadurch eine höhere Steuerleistung erbringen muss. Ich gratuliere der Finanzpolizei zu diesem weiteren Erfolg, wir werden weiterhin entschlossen gegen jegliche Form des Abgabenbetrugs vorgehen“, so Finanzminister Gernot Blümel.

Finanzminister Gernot Blümel: "Steuerbetrug schadet der Wirtschaft!"
Finanzministerium

Aufgrund einer Anzeige rückte die niederösterreichische Finanzpolizei aus, um den Hinweisen auf Schwarzarbeit nachzugehen. In der Halle eines Betonwerks trafen die Finanzbediensteten fünf Dienstnehmer eines Subunternehmens der Baustahlfirma an. Ein weiterer Arbeiter ergriff bei Erkennen der Kontrollhandlung sofort die Flucht, auch zwei der Dienstnehmer wollten sich aus dem Staub machen, konnten von den Finanzpolizisten aber gestellt werden. Rasch stellte sich heraus, warum die beiden so nervös agierten: Die zwei Bosnier hatten keine arbeitsmarktrechtlichen Bewilligungen und es lagen Festnahmeaufträge gegen sie vor. Daher wurde auch die Polizei hinzugezogen und wie sich herausstellte, lag gegen einen der beiden Männer der Haftbefehl aufgrund einer internationalen Fahndung wegen schwerer Körperverletzung, die er in seinem Heimatland beging, vor. Gegen den anderen Bosnier lag ein gültiger Abschiebebescheid vor.

Das war aber nur die Spitze des Eisbergs, gegen das Subunternehmen lagen noch zahlreiche weitere Delikte vor, die von der Finanzpolizei zur Anzeige gebracht wurden. So war von den fünf Personen nur eine ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet, alle anderen waren illegal beschäftigt. Wie sich herausstellte, waren alle Arbeiter bereits seit Jahresbeginn in dem Betonwerk tätig, ein österreichischer Arbeiter kassierte neben dem Schwarzgeld zusätzlich noch Arbeitslosengeld.