Grausiger Fund: Wildernde Hunde töteten Reh. Nach DNA-Test steht fest, dass Hunde für den Tod des im Jänner gefundenen Rehs in Weikersdorf verantwortlich waren.

Von Doris Damböck. Erstellt am 26. Februar 2020 (05:20)
Hier waren wildernde Hunde am Werk.
zVg

Einen schrecklichen Fund machten Jäger Ende Jänner: Zwischen Weikersdorf und Bad Fischau-Brunn lag ein gerissenes Reh. Offensichtlich gehetzt und dann getötet, stellte sich die Frage nach dem Täter. Nachdem die Spuren vor Ort noch frisch waren, wurden sofort DNA-Proben genommen und zur Auswertung eingeschickt. Das Ergebnis liegt laut Jagdleiter Hans Fromwald nun vor: „Ein Hund hat hier gewildert und getötet.“ Das Ergebnis sei eindeutig und lasse keine Zweifel zu.

Immer wieder kommt es vor, dass Hunde Wildtiere jagen und dann reißen. „Augenzeugen haben erst kürzlich davon berichtet, dass Hunde einen Hasen gerissen haben“, erzählt Fromwald. Auch auf den Wildkameras seien Hunde zu sehen, die in der Nacht eindeutig dem Wild nachstellen. „Die Hunde sind bekannt“, sagt der Jäger, doch auch nach mehrmaligen Gesprächen sei der Hundebesitzer nicht einsichtig.

Einhaltung der Tierschutzgesetze wird verstärkt kontrolliert

Fromwald: „Der Hundehalter ist in der Pflicht dafür zu sorgen, dass so etwas nicht passiert. Es herrscht allgemeine Leinenpflicht.“ Viele Hundehalter seien diszipliniert. Fromwald gibt trotzdem zu bedenken, dass schon ein Golden Retriever, der auf Enten hinspringt, eigentlich jagt. „Die Hunde töten die Tiere ja nicht, um zu überleben. Sie greifen dadurch aber sehr wohl in die Tierwelt und somit in das Gleichgewicht der Natur ein.“

Deshalb der Appell der Jäger: „Der Hundehalter trägt die volle Verantwortung.“ Künftig werde verstärkt auf die Einhaltung der Tierschutzgesetze durch die Jagdaufsicht geachtet.