Online-Vorbereitungen für Erstkommunionen & Firmungen. Terminverschiebungen und virtueller Unterricht prägen die Vorbereitungen in den Pfarren im Bezirk Wr. Neustadt.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 05. Mai 2021 (05:45)
Franz Xaver Brandmayr: Virtueller Unterricht für Erstkommunion schwierig.
Baldauf, Baldauf

Firmung und Erstkommunion ist in Zeiten von Corona eine Herausforderung. Das kann Dompropst Xaver Brandmayr im Gespräch mit der NÖN bestätigen, er wartet immer noch auf die genauen Regelungen. Der virtuelle Firmunterricht gehe ganz gut, dafür passt der Erstkommunionskurs „gar nicht“. Er habe jetzt mit den Messerklärungen für die Kleinen begonnen und „wir versuchen es jetzt gegen Ende des Schuljahres noch hinzubekommen“. Der Propst hofft auf einen Termin Ende Juni. „Ein Datum für die Firmung zu Pfingsten gibt es auch schon und die Erlöserkirche will die Messe im Freien machen“, aber alles hänge jetzt von den Vorgaben ab.

Gleich mit sechs Firmungsterminen kann das Neukloster aufwarten. Pater Prior Michael Weiss: „Wir machen drei Doppeltermine am 22., 24. und 28. Mai, damit trotz Abstandsregeln möglichst viele Familienmitglieder an der Messe teilnehmen können.“ Auch die Erstkommunionskinder werden auf drei Tage aufgeteilt: 27. Juni sowie 3. und 4. Juli. Pater Phillip ist im Neukloster für die Jugendarbeit zuständig und bestätigt, dass es heuer schwierig ist. „Ich habe weit weniger Kontakt zu den Firmlingen als sonst, weil wir bisher nur drei Online-Module mit anschließendem Live-Chat hatten.“ Die Erstkommunionskinder dürften derzeit schon in die Kirche und in den Kreuzgang, wo ihnen der Gottesdienst erklärt wird. „Junge Kinder gehen mit der Situation besser um, sie können spielerischer verarbeiten. Den Satz: Ich freue mich, dass ich hier beim Gottesdienst sein darf, höre ich sonst nicht so oft.“

In den Pfarren Zillingdorf und Eggendorf sind die Vorbereitungen auf die Erstkommunion, die im Mai stattfinden soll, in vollem Gange. Die Vorbereitungsstunden finden jeden Samstag im Rahmen eines Familiengottesdienstes statt, an dem Kinder, Eltern, Betreuer sowie der Pfarrer teilnehmen. „Die Kinder sollen sich miteinander bekanntmachen und aktiv an den Vorbereitungen teilnehmen, damit sie bei der Erstkommunion auch eingeübt sind“, so Pfarrer Markus Duras. Ab Mai soll auch der Firmunterricht auf diese Weise stattfinden, die Firmung ist erst mit 12. September geplant.

„Bei uns in Katzelsdorf finden sowohl Firmung als auch die Erstkommunion, je nach Wetterlage, im Schlosshof oder in der Pfarrkirche statt. Die Kinder hatten über Zoom Erstkommunionsunterricht und haben in kleinen Gruppen auch die Sonntagsmessen besucht. In der Messe haben sie außerdem kleine Sequenzen, wie beispielsweise Fürbitten übernommen“, erklärt Ingrid Pöltl, Leiterin der Pfarrgemeinde Katzelsdorf.

In der Wallfahrtskirche Maria Schnee in Lichtenegg entschloss man sich ebenfalls mit einer Verschiebung der Termine bessere Bedingungen abzuwarten. Zu der für 20. Juni (statt 16. Mai) angesetzten Erstkommunion werden zehn Kinder aus der Pfarre Lichtenegg kommen. Das Sakrament der Firmung am 27. Juni empfangen Firmlinge aus drei Pfarren. Während für die Firmung aufgrund des späten Termins noch keine besonderen Vorbereitungen laufen, ging es für die Erstkommunion schon am 9. Februar mit dem Basteln der Kerzen los. Die Vorstellung der Kinder erfolgte am 28. Februar im Rahmen einer per Live-stream übertragenen Messe.

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