Testen als Chance für die Sport-Rückkehr. Weniger Neu-Anmeldungen aber stabile Mitgliederzahlen bei den Vereinen im Bezirk Wr. Neustadt, Funktionäre sehen die Tests als Schlüssel.

Von Fritz Hauke. Erstellt am 24. Februar 2021 (04:45)
Symbolbild
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„Auf die Plätze, fertig…“ – die Sportler im Bezirk warten auf den Startschuss. Allerdings absehbar ist er nach aktuellem Stand noch nicht. Viel Hoffnung wird in das Gespräch am kommenden Freitag zwischen der Regierung und den Verbänden gesetzt. „Vielleicht kommt da ja etwas raus“, meint SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Spenger, Vorstand vom Regionalliga-Fußballverein SC Wiener Neustadt.

Die Zahlen bei Mitgliedern und im Nachwuchs sind aktuell unverändert. „Da wird wohl erst Bewegung hineinkommen, wenn es wieder los geht“, so Spenger. Für ihn sind die Tests eine sehr gute Möglichkeit, um den Kindern und Jugendlichen wieder den Fußballsport zu ermöglichen. „Da schließe ich mich dem Argument an, das vielerorts gebracht wird: Warum sollten Kinder, die am Vormittag gemeinsam in der Schule sitzen und regelmäßig getestet werden, nicht am Nachmittag gemeinsam Fußballspielen können.“

Ähnlich sieht die Lage David Kopper vom Wiener Neustädter Basketball-Verein Blue Devils: „Die flächendeckenden Tests sind eine Chance, zumindest den Nachwuchsbetrieb wieder aufnehmen zu können.“

„Es wäre meiner Meinung nach schon sinnvoll, das Spitzensport-Konzept auch auf den Breitensport auszurollen.“ Stephen Gibson, Obmann ZV Handball Wiener Neustadt

Auch die Variante, die sich zum Beispiel beim Friseur aktuell bewährt, hält Kopper für eine Variante: „Mit einem negativen Testergebnis könnte man dann bis zu 48 Stunden nachher an einem Training teilnehmen.“ Bei den Basketballern stockte die Zahl der Neuanmeldungen. „Aber das ist in der aktuellen Situation auch logisch“, so Kopper. Um den „Spirit“ der Basketball-Gemeinschaft hochzuhalten, finden sich auf der Facebook-Seite der Blue Devils immer wieder aktuelle Trainingsvideos.

„Damit man zumindest daheim Einheiten absolvieren kann. Das funktioniert ganz gut und wird super aufgenommen“, meint Kopper weiter.

Stephen Gibson, Obmann von ZV Handball Wiener Neustadt, bringt aufgrund der WHA-Mannschaft andere Erfahrungswerte mit: „Das Spitzensportkonzept hat sich bewährt, auch wenn es natürlich Corona-Fälle bei uns und anderen WHA-Vereinen gegeben hat. Aber je mehr getestet wird, desto mehr Leute finden wir. Es wäre meiner Meinung nach schon sinnvoll, das auf den Breitensport auszurollen.“

Wichtig wäre es aber, sich strikt an das Konzept zu halten und es „nicht halbherzig“ durchzuziehen. Auch bei den Handballern ist die Zahl stabil, Neuanmeldungen gibt es kaum.

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